THEATER AACHEN

DIE (UN)ENTBEHRLICHEN

Ein Mörgens-Lab Projekt von Ulrike Günther – Uraufführung

Seit Beginn der Pandemie ist das deutsche Gesundheits- und Pflegesystem in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Erst durch Applaus. Dann durch die Hilferufe der Pflegenden. Bis 2035 werden gut 300.000 Pflegekräfte in Deutschland fehlen. Und nun? Einfach so weitermachen? Oder doch ein Kurswechsel? Welches System wollen wir in Zukunft? Und was sagt unser Umgang mit den Schwächsten der Gesellschaft eigentlich über uns aus? Das neue Projekt des MörgensLab entsteht in enger Zusammenarbeit mit Expert*innen der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Standort Aachen. »Die (Un)Entbehrlichen« wirft einen Blick hinter die Kulissen der deutschen Pflege und gibt einen Ausblick in eine (un)vermeidbare Zukunft.

Inszenierung Ulrike Günther
Bühne und Kostüme Annika Lohmann
Video David Gerards
Dramaturgie Josefine Rausch
 
TERMINE
09.11.2022, 20:00 Uhr, Mörgens -Kostprobe
17.11.2022, 20:00 Uhr, Mörgens – Premiere

Foto: Carl Brunn

AD MEMORIAM

Ein Erinnerungsversuch // Eine MörgensLab-Inszenierung von Ulrike Günther
Fehlt uns das Gedächtnis, fehlt uns fast alles. Unsere Erinnerungen bestimmen, wer wir sind, bildet sich durch sie doch maßgeblich unsere Identität. Kürzlich Erlebtes und seit langem Unvergessenes befinden sich im permanenten Wechselspiel. Doch können Erinnerungen auch trügen, denn sie kommen aus allen Fächern des großen Zettelkastens, der unser Gehirn ist. Dabei sind sie immer im Fluss: Sie überlagern sich und werden permanent neu überschrieben. Und wenn sie auch nicht gelogen sind, entsprechen sie trotzdem oft nicht der Wahrheit. Und was passiert, wenn uns Erinnerungen verlorengehen? Fehlt nur ein Reiz, der sie weckt, oder liegt ein sichtbarer Schaden vor? Doch Vergessen ist nicht nur ein Fluch, wie Erinnerung nicht nur Segen bedeutet. So gibt es ebenso Menschen, deren Gedächtnis nur für Sekunden reicht, ebenso wie solche, die jedes Detail eines jeden Tages vor Augen haben. Und wer sein Leben neu erfindet, muss dies auch mit der Erinnerung tun. Basierend auf Interviews mit Wissenschaftler*innen, Gedächtnisprotokollen, Experimenten und Quellen aus Forschung und Literatur erzählt „Ad Memoriam“ vom Entstehen, Verwandeln und Verschwinden von Erinnerungen und geht auf eine theatrale Entdeckungsreise in den endlosen Kosmos, der Gedächtnis heißt.

Inszenierung Ulrike Günther
Bühne und Kostüme Annika Lohmann
Musik Malcolm Kemp
Video David Gerards
Dramaturgie Reinar Ortmann
Mit Petya Alabozova
 
TERMINE
01.10.2022, 20:00 Uhr, Mörgens
09.10.2022, 20:00 Uhr, Mörgens
30.10.2022, 20:00 Uhr, Mörgens

Foto: Nadine Knödler

ZUKUNFTSWELTEN - ZWISCHEN FORSCHUNG UND FIKTION

Wie stellen wir uns die Zukunft vor? Wieviel davon ist noch Fiktion und was wird bereits wirklich erforscht? Wie werden wir uns in Zukunft ernähren? Wohin entwickelt sich unsere Medizin? Werden Roboter unsere Kranken pflegen?

Die aktuelle Folge beschäftigt sich mit der Frage, wie unsere Wirtschaft sich in Zukunft weiterentwickeln wird. Ist der Kapitalismus auf Dauer wirklich das beste System? Lässt sich Wirtschaft heute nur noch global denken? Mit Expert*innen von der Fachhochschule Aachen begeben wir uns in den Bereich der alternativen Wirtschaftssysteme und versuchen herauszufinden, wie wir unsere Zukunft finanzieren werden.

Szenische Umsetzung Ulrike Günther

TERMIN
25.09.2022, 20:00 Uhr, Mörgens

2021/2022

Foto: Nadine Knödler

ZUKUNFTSWELTEN - ZWISCHEN FORSCHUNG UND FIKTION

Wie stellen wir uns die Zukunft vor? Wieviel davon ist noch Fiktion und was wird bereits wirklich erforscht? Wie werden wir uns in Zukunft ernähren? Wohin entwickelt sich unsere Medizin? Werden Roboter unsere Kranken pflegen?

Wie werden wir uns fortbewegen? Welche Energieformen nutzen wir morgen und wie stellen wir uns auf den Klimawandel ein? Die neue MörgensLab Veranstaltungsreihe »Zukunftswelten« bietet einen Einblick in die Welt von morgen. Mit einer Mischung aus Lesung, Performance, Musik und Wissenschaft laden wir Sie einmal pro Monat ein, ein Stück Zukunft zu entdecken.

Die erste Veranstaltung steht unter dem Thema »Städte und Klimawandel« und greift neben Texten von Charles Way und Italo Calvino aktuelle Forschung aus Städte- und Wasserbau auf.

Zu Gast sind Wissenschaftler*innen der RWTH.

TERMIN
19.06.2022, 20:00 Uhr, Mörgens

DAS HUMANOTOP - EINE STADT IM WERDEN (URAUFFÜHRUNG)

Ein Urbanes Zukunftsareal // Ein MörgensLab-Projekt

Wir wissen es schon lange! In fast allen Bereichen kollabieren unsere Städte: immer unbezahlbarer werdender Wohnraum, Verkehrschaos, Entgrünung, mangelhaftes Nahrungs- und Wassermanagement, soziale Isolierung. Aber Not sollte erfinderisch machen: Wie könnte ein ökonomisch wie ökologisch und sozial ausgeglichener und nachhaltiger Lebensraum aussehen? Was braucht es für CO2-Neutralität? Wie können wir dem folgeschweren Verlust von Biodiversität entgegenwirken? Wie organisieren sich diverse Communities? Und wie kann der Mensch in seiner Unberechenbarkeit und Ambivalenz zum verlässlichen Partner für grundlegende Veränderungen werden? Ein Planspiel für einen neuen Lebensraum.
In Kooperation mit dem Brachland-Ensemble 

TERMINE
17.06.2022, 20:00 Uhr, Mörgens – Premiere
21.06.2022,, Mörgens
22.06.2022, Mörgens 
29.06.2022, Mörgens 
30.06.2022, Mörgens
03.07.2022, Mörgens 

https://www.theateraachen.de/de_DE/spielplan/das-humanotop-urauffuehrung.17142115#/

Foto: Nadine Knödler

ZUKUNFTSWELTEN - ZWISCHEN FORSCHUNG UND FIKTION

Wie stellen wir uns die Zukunft vor? Wieviel davon ist noch Fiktion und was wird bereits wirklich erforscht? Wohin entwickelt sich unsere Medizin? Werden Roboter unsere Kranken pflegen? Wie stellen wir uns auf den Klimawandel ein?
Die aktuelle Folge beschäftigt sich mit der Frage, wie unsere Wirtschaft sich in Zukunft weiterentwickeln wird. Ist der Kapitalismus auf Dauer wirklich das beste System? Lässt sich Wirtschaft heute nur noch global denken? Wir freuen uns als Experten auf Prof. Dr. Peter Letmathe von der RWTH Aachen und begeben uns in den Bereich der alternativen Wirtschaftssysteme und versuchen herauszufinden, wie wir unsere Zukunft finanzieren werden.

Szenische Umsetzung Ulrike Günther

HUMANOIDE

Zukunftswelten spezial

Eine Biochemikerin hat »SPIN« gebaut, einen «Menschen» aus der Petrischale samt Quantencomputer als In-Vitro-Gehirn. Sie sieht aus wie ein Mensch, spricht wie ein Mensch, kann mittels Interface binnen NanoSekunden auf sämtliche Informationen zugreifen und ist ansonsten gänzlich befreit von humanem Ballast wie Emotionen oder Hunger. Was in David Gieselmanns Stück »SPIN« wie eine bizarre Science-FictionGeschichte beginnt, entwickelt sich zu einem Tableau gesellschaftlicher und humanoider Abgründe, in dem die einzige NichtMenschin am Ende menschlicher dasteht als ihr Umfeld.

//Im Anschluss an die Szenische Lesung von »Spin« findet eine Podiumsdiskussion mit dem Autor David Gieselmann, Univ.- Prof. Dr.-Ing. Verena Nitsch (Institutsdirektorin / Fakultät für Maschinenwesen RWTH Aachen) und Dr. Stefan Schiffer (Forschungskoordinator MASCOR / Fachhochschule Aachen) statt, bei der die aufgeworfenen Fragen vertieft werden können.

TERMINE
22.05.2022, 18:00 Uhr, Mörgens

https://www.theateraachen.de/de_DE/spielplan/humanoide.17238191#userpanel

Foto: Carl Brunn

WIE WIR SEIN WOLLEN - EIN GEMEINSCHAFTLICHER HÜRDENLAUF

Ein Science-and-Fiction-Projekt im Rahmen des Mörgens-Lab

Ist der Mensch im Grunde gut und solidarisch oder böse und egoistisch? Wie kann Veränderung gelingen? Einzeln? In der Gruppe? »Veränderung beginnt im Kopf« – aber ist das genug und wenn ja, wo genau beginnt sie dort? Neurobiologen haben »Glück« im menschlichen Hirn messbar gemacht. Können wir die beteiligten »Belohnungszentren« auch für langfristige Anliegen und das Wohl der Gemeinschaft aktivieren?

»Wie wir sein wollen« ist das erste Projekt, das im Rahmen des MörgensLab Premiere feiert. Das MörgensLab ist eine Kooperation zwischen dem Theater Aachen und den Hochschulen der Stadt – es zielt darauf ab, die szenischen Künste mit wissenschaftlichen Forschungen zu verbinden. Für »Wie wir sein wollen« haben wir mit der RWTH zusammengearbeitet.

Konzeption und Umsetzung: Ulrike Günther
Ausstattung: Annika Lohmann
Sounddesign: Friedrich Stockmeier
Dramaturgie: Gesa Lolling
 
TERMINE
22.05.2022, 15:00 Uhr, Mörgens
03.06.2022, 20:00 Uhr, Mörgens
24.06.2022, 20:00 Uhr, Mörgens
02.07.2022, 20:00 Uhr, Mörgens

Foto: Ludwig Koerfer

CYBORG 2020 (URAUFFÜHRUNG)

von und mit Melina Pyschny
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

“CYBORG 2020”, ist eine Auseinandersetzung mit den Themen Körper, Identität und Geschlecht anhand von Cyborgs, also menschliche Wesen, die technische Teile in sich tragen, die ihren Körper ergänzen, ersetzen oder vollenden und damit das Konzept von naturgegebenen Körperzuschreibungen auflösen können. Melina Pyschny ist Eve und führt durch den technisch-digitalen Garten Eden in einem Techno-Konzert, das auf das Graphic Novel “The Ghost in the Shell” und Donna Haraways “A Cyborg Manifesto” zurückgreift.

Performance Melina Pyschny
Kostüme Maren Radtke

GROSSER KOSTÜMVERKAUF & WISSENSMARKT DER HOCHSCHULEN

Der Kostümfundus macht Platz für die Zukunft! Skurriles, Schönes, Alltagstaugliches wird im Mörgenshof zu erschwinglichen Preisen angeboten.

Die RWTH, die KatHo, die HfMT und die FH Aachen informieren über ihre Forschungen und ihr Studienangebot und bieten Wissenschaft zum Anfassen.

Foto: Carl Brunn

AD MEMORIAM

Ein Erinnerungsversuch // Eine MörgensLab-Inszenierung von Ulrike Günther
Fehlt uns das Gedächtnis, fehlt uns fast alles. Unsere Erinnerungen bestimmen, wer wir sind, bildet sich durch sie doch maßgeblich unsere Identität. Kürzlich Erlebtes und seit langem Unvergessenes befinden sich im permanenten Wechselspiel. Doch können Erinnerungen auch trügen, denn sie kommen aus allen Fächern des großen Zettelkastens, der unser Gehirn ist. Dabei sind sie immer im Fluss: Sie überlagern sich und werden permanent neu überschrieben. Und wenn sie auch nicht gelogen sind, entsprechen sie trotzdem oft nicht der Wahrheit. Und was passiert, wenn uns Erinnerungen verlorengehen? Fehlt nur ein Reiz, der sie weckt, oder liegt ein sichtbarer Schaden vor? Doch Vergessen ist nicht nur ein Fluch, wie Erinnerung nicht nur Segen bedeutet. So gibt es ebenso Menschen, deren Gedächtnis nur für Sekunden reicht, ebenso wie solche, die jedes Detail eines jeden Tages vor Augen haben. Und wer sein Leben neu erfindet, muss dies auch mit der Erinnerung tun. Basierend auf Interviews mit Wissenschaftler*innen, Gedächtnisprotokollen, Experimenten und Quellen aus Forschung und Literatur erzählt „Ad Memoriam“ vom Entstehen, Verwandeln und Verschwinden von Erinnerungen und geht auf eine theatrale Entdeckungsreise in den endlosen Kosmos, der Gedächtnis heißt.

Inszenierung Ulrike Günther
Bühne und Kostüme Annika Lohmann
Musik Malcolm Kemp
Video David Gerards
Dramaturgie Reinar Ortmann
Mit Petya Alabozova
 
TERMINE
20.05.2022, 20:00 Uhr, Mörgens
23.06.2022, 20:00 Uhr, Mörgens

DIE MONDMASCHINE

Gastspiel von “Mass und Fieber Ost” 

1969 landete der erste Cyborg auf dem Mond. 50 Jahre später nimmt die MFO-Wissenschaft- lerin Celeste Abernathy in einer Lecture Performance das NASA- Unterfangen noch einmal ins Visier, fragt nach Fischen und Kriegen, nach Evolution und Revolution und Künstlicher Intelligenz. Dann melden sich mit Donna Haraway die Fik – tionen und Abernathy verliert sich im Sci-Fi. Eine Geschichte wird zu Ende erzählt. Eine andere fängt an. Für wen flog die Apollo damals tatsächlich zum Mond (und wie war das mit den Bakterien)?
Mit Ausnahmespielerin Antonia Labs in der Rolle der Celeste Abernathy und Leonardo Raab als ihr technischer Assistent. Musik! Hologramme! Gewagte Sprünge!

TERMIN

AUTONOMES FAHREN

Zukunftswelten spezial

Ein selbstfahrendes Auto tötet bei einem Unfall einen Menschen. Wer ist schuld? Programmierer Vincent stellt nach dem Erwachen im Krankenhaus fest, dass das Auto mit der von ihm entwickelten Software die Entscheidung traf, eine Passantin zu überfahren und einem anderen Verkehrsteilnehmer auszuweichen. Das Fahrzeug kollidierte mit einer nach ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten weniger wichtigen Person. Doch der KI des Autos kommen Zweifel an ihrem Verhalten und Vincent versucht herauszufinden, wer das Opfer zu Lebzeiten war.
Das Stück »HumanApp« von Ian De Toffoli verknüpft Theater mit Wissenschaft und fragt nach dem Menschlichen angesichts der massiven Technisierung der Welt – mit allem, was diese mit sich bringt. Ein Stück über das Zweifeln, die Verletzlichkeit und die irrationalen Entscheidungen, die unser Menschsein ausmachen.

Im Anschluss an die Szenische Lesung findet eine Podiumsdiskussion mit dem Autor Ian De Toffoli, Dipl. Ing. Micha Lesemann von der RWTH (Leiter des IKA / Institut für Kraftfahrzeuge) und Prof. Dr. Ing. Michael Reke von der FH (Fahrzeugsoftware und Grundlagen der Digitaltechnik) statt, bei der die aufgeworfenen Fragen vertieft werden können.

TERMIN

Foto: Marie-Luise Manthei

IMMER SCHÖN SAUBER BLEIBEN

Zwei Jahre in die Armbeuge niesen, Abstand halten, Mundschutz tragen, Händewaschen und nochmal Händewaschen haben uns geprägt und unsere Ansichten und Erfahrungen mit Hygienemaßnahmen verändert. Doch was meint eigentlich dieses Wort, das in aller Munde ist?

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, hat sich die generationsübergreifende Gruppe auf eine Recherchereise begeben, Wissenschaftler*innen und Bürger*innen befragt und gemerkt, wie vielschichtig das Thema ist. Aus den
Ergebnissen ihrer theatralen Forschung ist ein mit allen Wassern gewaschenes Stück für die Bühne des Mörgens entstanden.

BESETZUNG
Inszenierung 
Katrin Eickholt
Ausstattung Lena Sofuoglu
Künstlerische Mitarbeit Josefine Rausch
Künstlerische Mitarbeit / Schule Tobias Willmann

Mit Nathalie Baumgärtner, Konrad Bosch, Dagmar De-Jong, Fabio Fissabre, Joris Jakob Geurtz, Hannes Gramke, Pauline Heidenreich, Johannes Heuser, Anna Jakob, Lilo Jens, Anna Lena Junge, Lennox Kopp, Brigitte Kruse, Christiane Kruse, Daniela Kunitz, Ibrahim Momohdu, David Bagopha Nitcheu, Brian Gerard O’Sullivan, Anne Puschmann, Anouk Schulten, Sonja Sprang, Hildegard Stadler, Marlene Tholen, Teresa Vahrmeyer, Kornelia Vehring, Malin Wiemann, Lena Sophie Wolters

LAB/FEST / ERÖFFNUNG

Liebes Publikum,
wir freuen uns sehr, Euch zum ersten LAB/FEST, dem Festival des MörgensLab, einladen zu dürfen.

Das MörgensLab steht als Theaterlabor am Theater Aachen für die innovative Verbindung zwischen Theater und Forschung. Aber warum Forschung ins Theater holen? Passt das überhaupt zusammen?
Das MörgensLab kann auf diese Frage nur mit einem klaren Ja antworten! Theater ist genau wie wissenschaftliche Forschung immer auch ein Blick in unsere (nahe) Zukunft. Das MörgensLab hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diese für Euch auf die Bühne zu holen. Wie sieht unsere Stadt morgen aus? Wird ein Roboter bald meinen Job machen können? Welche Energiequellen werden wir nutzen? Werde ich noch ein Auto haben und, wenn ja, es selbst lenken müssen? Das MörgensLab eröffnet einen Denkraum, in dem zukunfts- relevante Themen ihren Platz finden, befragt und besprochen werden können.

Unser neues Festivalformat ist nun eine Einladung an Euch, liebes Publikum, die Zukunft in einem abwechslungsreichen Programm zwischen Live-Performances, Lesungen, Podiumsdiskussionen und »Zukunftsmusik« zu entdecken und mit- einander, hier im Mörgens, ins Gespräch zu kommen.

Foto: Carl Brunn

AD MEMORIAM

Ein Erinnerungsversuch // Eine MörgensLab-Inszenierung von Ulrike Günther
Fehlt uns das Gedächtnis, fehlt uns fast alles. Unsere Erinnerungen bestimmen, wer wir sind, bildet sich durch sie doch maßgeblich unsere Identität. Kürzlich Erlebtes und seit langem Unvergessenes befinden sich im permanenten Wechselspiel. Doch können Erinnerungen auch trügen, denn sie kommen aus allen Fächern des großen Zettelkastens, der unser Gehirn ist. Dabei sind sie immer im Fluss: Sie überlagern sich und werden permanent neu überschrieben. Und wenn sie auch nicht gelogen sind, entsprechen sie trotzdem oft nicht der Wahrheit. Und was passiert, wenn uns Erinnerungen verlorengehen? Fehlt nur ein Reiz, der sie weckt, oder liegt ein sichtbarer Schaden vor? Doch Vergessen ist nicht nur ein Fluch, wie Erinnerung nicht nur Segen bedeutet. So gibt es ebenso Menschen, deren Gedächtnis nur für Sekunden reicht, ebenso wie solche, die jedes Detail eines jeden Tages vor Augen haben. Und wer sein Leben neu erfindet, muss dies auch mit der Erinnerung tun. Basierend auf Interviews mit Wissenschaftler*innen, Gedächtnisprotokollen, Experimenten und Quellen aus Forschung und Literatur erzählt „Ad Memoriam“ vom Entstehen, Verwandeln und Verschwinden von Erinnerungen und geht auf eine theatrale Entdeckungsreise in den endlosen Kosmos, der Gedächtnis heißt.

Inszenierung Ulrike Günther
Bühne und Kostüme Annika Lohmann
Musik Malcolm Kemp
Video David Gerards
Dramaturgie Reinar Ortmann
Mit Petya Alabozova
 
TERMINE
Sa., 22.01.2022, 20 Mörgens – Uraufführung
So., 13.02.2022, 20 Mörgens
So., 27.02.2022, 20 Mörgens

SCIENCE SLAM

Sechs Wissenschaftler*innen treten auf der Bühne des Mörgens gegeneinander an: Sie haben je 10 Minuten Zeit, um dem Publikum ihr Forschungsgebiet näherzubringen. Kurz, knackig, wissenschaftlich korrekt. Dabei sind alle Hilfsmittel erlaubt: Ob PowerPoint-Präsentation, Requisiten oder Live-Experiment. Das Publikum erhält einen besonderen Einblick in innovative Themen, ist eingeladen, Fragen zu stellen, und bildet zugleich die Jury, die die/
den Sieger*in des Abends kürt.

Welche*r Slammer*in hat Kopf und Herz der Zuhörerschaft für sich gewonnen? Das MörgensLab organisiert außerdem zweitägigen Science-Slam-Workshop, in dem Studierende und Forscher*innen der Aachener Hochschulen sich zu den Slam mer*innen von morgen ausbilden lassen können.

 
TERMINE
Sa., 20.01.2022, 20:00 Uhr, Mörgens
So., 06.02.2022, 20:00 Uhr, Mörgens

2020/2021

Foto: Carl Brunn

WIE WIR SEIN WOLLEN - EIN GEMEINSCHAFTLICHER HÜRDENLAUF (URAUFFÜHRUNG)

Ein Science-and-Fiction-Projekt im Rahmen des Mörgens-Lab

Ist der Mensch im Grunde gut und solidarisch oder böse und egoistisch? Wie kann Veränderung gelingen? Einzeln? In der Gruppe? »Veränderung beginnt im Kopf« – aber ist das genug und wenn ja, wo genau beginnt sie dort? Neurobiologen haben »Glück« im menschlichen Hirn messbar gemacht. Können wir die beteiligten »Belohnungszentren« auch für langfristige Anliegen und das Wohl der Gemeinschaft aktivieren?

»Wie wir sein wollen« ist das erste Projekt, das im Rahmen des MörgensLab Premiere feiert. Das MörgensLab ist eine Kooperation zwischen dem Theater Aachen und den Hochschulen der Stadt – es zielt darauf ab, die szenischen Künste mit wissenschaftlichen Forschungen zu verbinden. Für »Wie wir sein wollen« haben wir mit der RWTH zusammengearbeitet.

Konzeption und Umsetzung: Ulrike Günther
Ausstattung: Annika Lohmann
Sounddesign: Friedrich Stockmeier
Dramaturgie: Gesa Lolling
 
TERMINE
Do 10. Juni 2021, , , , , , Theatervorplatz, Premiere
Sa 12. Juni, Theatervorplatz
So 13. Juni
Do 17. JuniFr 18. JuniMi 23. JuniFr 25. JuniSo 27. JuniMi 30. JuniDo 01. JuliFr 02. Juli