JURY 2020

Dr_Christian_Esch_2020

Dr. Christian Esch, Vorsitz

Dr. Christian Esch, geb. 1961 in Bonn, Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Frankfurt/M. und Göttingen. Nach seiner Promotion zur Oper des 18. Jahrhunderts sowie einem sechsmonatigen Stipendium in Venedig am Deutschen Studienzentrum veröffentlichte er weiterhin wissenschaftliche Arbeiten, insbesondere zu Mozart und Haydn. Viele Jahre wirkte er als Musiktheater- und Schauspieldramaturg, fest und frei, unter anderem in Frankfurt, Innsbruck und München. Regelmäßig verfasste er Rezensionen und Aufsätze für Tageszeitungen, Rundfunk und Fachpresse. Als Produzent und Redakteur entwickelte und verantwortete er für den Hessischen Rundfunk landesweit Konzerte und Reihen, programmierte verschiedene Konzertformate u. a. mit dem Radiosinfonieorchester Frankfurt, produzierte CD-Einspielungen und moderierte regelmäßig Sendungen. Christian Esch war langjähriger Musikbeirat des Goethe-Instituts und lehrte an verschiedenen Hochschulen. Vielfältige Veröffentlichungen zu Kunst und Kultur, regelmäßige Jurytätigkeit (u. a. für die European Cultural Foundation). Seit 2004 ist er Direktor des NRW KULTURsekretariats. 2013 erhielt Esch den Grimme Online Award. 2015–16 beriet er die Stadt Duisburg bei der Kulturentwicklungsplanung. Zuletzt erschien sein Buch „Immer auch ein politischer Impuls“ über den Komponisten und Musikforscher Juan Allende-Blin (Co-Autor: Frank Schneider, Kamprad, 2017). Seit 2019 ist Christian Esch Mitglied im Beirat  der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund.

Dr. Hildegard Kaluza

Dr. Hildegard Kaluza ist seit Januar 2015 Abteilungsleiterin für Kultur im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Zuvor langjährige Leitung verschiedener Bereiche innerhalb der Landesregierung und der Landesverwaltung Bremen, insbesondere Familie, Bürgerschaftliches Engagement und Arbeitsmarktpolitik. Berufliche Erfahrungen zudem aus freiberuflicher Tätigkeit und einer Leitungsfunktion in einem Großunternehmen. Großes Interesse im gesamten Berufsleben an sozialen, gesellschaftspolitischen und kulturpolitischen Fragestellungen.

Barbara Mundel

Barbara Mundel, geboren 1959 in Hildesheim, Studium der Neueren deutschen Literatur, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft, arbeitet seit den 80er Jahren als Dramaturgin mit den Stationen Theater Basel, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin und Münchner Kammerspiele sowie als Regisseurin mit Schwerpunkt im Musiktheater (u.a. an der Oper Frankfurt und den Salzburger Festspielen). Von 1999 bis 2004 war sie Direktorin des Luzerner Theaters, von 2006 bis 2017 Intendantin am Theater Freiburg. Neben zahlreichen Jurytätigkeiten war sie Gastprofessorin am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie prägte die programmatische Frage nach einem „Stadttheater der Zukunft“. Von der Zeitschrift „Die deutsche Bühne“ wurde das Theater Freiburg unter Barbara Mundels Intendanz mehrfach für seine „ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren“ ausgezeichnet. 2017 erschien „Heart of the City II – Recherchen zum Stadttheater der Zukunft“ als Arbeitsbuch bei Theater der Zeit. Sie beendete eine Ausbildung zum Personal Coach im Juni 2018 und arbeitet als Dramaturgin bei der Ruhrtriennale. Sie ist designierte Intendantin der Münchner Kammerspiele ab der Spielzeit 2020/21.

Bettina Wagner-Bergelt

Bettina Wagner-Bergelt wird ab 1. Januar 2019 Intendantin des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Davor war sie unter anderem künstlerische Leiterin von Bauhaus100, Eröffnungsfestival, Berlin 2019, und als freie Kuratorin tätig. Bis 2016 war sie stellvertretende Direktorin des Bayerischen Staatsballetts und von 1990–2016 leitende Dramaturgin beim Bayerischen Staatsballett für die Moderne. Sie war Gründerin/Direktorin von CAMPUS Educationprogramm und von „DANCE – Internationales Tanzfestival der Landeshauptstadt München“ 1987, dessen künstlerische Leiterin sie in den Jahren 1987, 1989, 2008 und 2010 war. Sie hat Germanistik, Theater- Filmwissenschaft und Spanischen Literaturwissenschaft studiert. Bettina Wagner-Bergelt engagiert sich in der Flüchtlingshilfe, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Auszeichnungen: Kampagne Deutschland-Land der Ideen, PWC-Zukunftspreis und Kinder zum Olymp-Preis für „Anna tanzt“; Chevalier de l`ordre des arts et des lettres; Irène-Lejeune-Tanzpreis; TANZPREIS der Landeshauptstadt München 2016.

Tillmann Wiegand

Tillmann Wiegand wurde 1979 in München geboren. Er ist seit der Spielzeit 2015/2016 als Künstlerischer Betriebsdirektor und seit der Spielzeit 2018/2019 auch als Stellvertreter des Intendanten an Staatsoper Hamburg für die künstlerische Planung verantwortlich. Zur Spielzeit 2021/2022 wird er in gleicher Funktion an die Bayerische Staatsoper nach München wechseln. Neben Lehraufträgen an der Ruhr Universität Bochum, der Karlshochschule in Karlsruhe und der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sitzt er in der Jury von diversen Gesangswettbewerben und im Alumnibeirat der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung. Er begann seine Laufbahn noch vor dem Studium im Büro des Münchner Rundfunkorchesters, als Spielleiter an der Bayerischen Staatsoper und als Disponent am Landestheater Niederbayern. Auf das Studium der Sozialökonomie in Hamburg folgten Anstellungen bei der Ruhrtriennale als Disponent im Künstlerischen Betriebsbüro (Intendanz Willy Decker – 2009-2011) und als Künstlerischer Betriebsdirektor in der Intendanz von Heiner Goebbels (2012-2014). Er ist verheiratet und hat eine Tochter.

ZUSAMMENSETZUNG

Die Jury besteht aus drei Fachleuten, einer*m Vertreter*in des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie dem Direktor des NRW KULTURsekretariats (Vorsitz). Jedes Mitglied der Jury verfügt über eine Stimme. Beisitzer sind jeweils ein Vertreter der Bezirksregierung und des Städtetags. Sie nehmen an den Beratungen teil, sind jedoch nicht stimmberechtigt.

VERFAHREN

Das Auswahlverfahren erfolgt in zwei Schritten. In einer ersten Jurysitzung werden die formal gültigen und qualitativ besten Projekte vorausgewählt. In einer zweiten Sitzung stellen die Antragsteller*innen diese kurz vor und führen ein Gespräch mit der Jury. Für die Entscheidungsfindung können ergänzend externe fachliche Expertisen herangezogen werden. Die Bekanntgabe der geförderten Projekte erfolgt Anfang April. Die Jury tagt in nicht öffentlichen Sitzungen.