Bereits seit einigen Jahren verfolgt das Theater Aachen / Sinfonieorchester
Aachen das Ziel, zugunsten eines breiten Repertoirespektrums
regelmäßig Werke aus dem 17. und 18. Jahrhundert
auf die Bühne zu bringen. Seit der Spielzeit 2015/16
spielt das Sinfonieorchester Aachen für die Aufführung von
Werken aus der Barockzeit vollständig auf historischen Instrumenten,
ein Alleinstellungsmerkmal unter den theatereigenen
Orchestern Deutschlands. Hinzu kommt eine langjährige
Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis.
Innerhalb der nächsten drei Jahre wird das Sinfonieorchester
Aachen vollständig mit einem eigenen Barockinstrumentarium
ausgestattet. Darüber hinaus wird ein Team international
renommierter Barockspezialist*innen das Sinfonieorchester
Aachen in historischer Aufführungspraxis schulen und je
nach Projekt stimmlich ergänzen. Im Rahmen der Förderung
können in der Spielzeit 2019/20 mehrere Projekte realisiert
werden: ein Cross-over-Konzert Barock InFusion im Ludwigsforum
Aachen (November 2019), G. F. Händels Oratorium
La resurrezione in der Citykirche Aachen als szenische Installation
(März 2020), die Barockoper La Calisto von Francesco
Cavalli im Theater Aachen (Mai 2020) sowie kammermusikalische
Konzerte u. a. im Rahmen der Aachener Bachtage.
Die Barockspezialisierung sieht das Theater Aachen als
Chance, nicht nur auf hohem Niveau ein breites Repertoire
der Musikgeschichte abzudecken, sondern die Alte Musik in
ihrem Facettenreichtum auszuschöpfen und im Dialog mit
zeitgenössischer Musik neu zu entdecken. In Kooperation
mit Aachener Institutionen und Nachwuchskünstler*innen
sollen im Rahmen von szenischen Installationen und experimentellen
Konzerten aktuelle politische
und philosophische Themen aufgegriffen
werden.

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