Sie gilt als Königsdisziplin und ist zugleich eine der ältesten
Formen des Theaters: die Puppenspielkunst. Das Etablieren
einer festen Puppentheatersparte am Musiktheater im Revier
Gelsenkirchen ab der Spielzeit 2019/20 ist ein Novum
an einem Opernhaus. Puppentheater ist dabei nur ein Oberbegriff
für einen ganzen Kosmos an Ausdrucksformen und
schließt sowohl Figuren-, als auch Objekttheater ein. Die
Spannbreite reicht vom klassischen Marionetten-, Klappmaul-,
Stockpuppen- und Schattentheater bis hin zu heutigen
hybriden Theaterformen, in denen sich auf spannende
Weise Figur, Raum, digitale Medien und Darsteller immer
wieder neu verbinden.
Sprachbarrieren gibt es bei dieser Kunstform kaum. Puppen-
und Figurenspiel wirkt unmittelbar, ist für jeden verständlich
und zudem in der Lage, inklusiv zu arbeiten. Das
Puppentheater steht auch für den Begriff der Diversität und
schlägt Brücken zu anderen Kulturen. Umgekehrt kann es
Wegbereiter für ein neues Opernpublikum sein.
Ab der Spielzeit 2019/20 werden nun vier Student*innen
der Ernst Busch-Hochschule – der einer der renommiertesten
Ausbildungsstätten für Puppenspielkunst – am MiR im
Rahmen eines Puppentheater-Studios in Erscheinung treten.
Verstärkt wird dieses Team noch durch eine*n professionelle*
n, ab der Spielzeit 2019/20 fest am MiR engagierte*n
Puppenspieler*in.

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