First Contact – Faszination Musiktheater

Musiktheater und Neue Musik gehören zu den komplexesten
Kunstformen. Ihre Faszination erschließt sich häufig
nicht unmittelbar, sondern erst, wenn die Möglichkeit besteht,
sich näher damit zu beschäftigen. Daher starten die
Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld im Rahmen der
Förderung von 2019 bis 2022 unter dem Label First Contact
– Faszination Musiktheater eine Reihe, um junges Publikum
partizipativ für Musiktheater und Konzerte zu begeistern.
Geplant ist, dass jeweils eine etablierte Komponistin
oder ein Komponist eine*n Kompositionsstudent*in anleitet,
um gemeinsam ein Stück im Kammerformat zu entwerfen.
Insgesamt entstehen so drei Uraufführungen. Für die neuen
Stücke werden Jugendliche in den Gestaltungsprozess eingebunden
und stehen in den Aufführungen selbst mit auf
der Bühne. Zugleich arbeitet der oder die Komponist*in in
Workshops mit den Bielefelder Philharmonikern an einem
eigenen Werk, das im Rahmen des regulären Konzertprogramms
uraufgeführt wird.


Schauspiel – Laboratorium: Recherche, Struktur, Freiheit

Das Theater Bielefeld widmet sich verstärkt zeitgenössischen
und zukunftsweisenden Theaterformen. So wird
die Schauspielsparte unter dem Leitthema Laboratorium:
Recherche, Struktur, Freiheit von 2019 bis 2022 drei Projekte
in Zusammenarbeit mit den freien Kollektiven und
Künstler*innen Bernhard Mikeska und Autor Lothar Kittstein
(Künstlerkollektiv RAUM + ZEIT), dem queerfeministischen
Theaterkollektiv Henrike Iglesias und der Recherche-
Theaterautorin Anne Jelena Schulte realisieren.


TANZ Bielefeld – D3 – Dance Discovers Digital

TANZ Bielefeld, die Tanzkompanie der Bühnen und Orchester
der Stadt Bielefeld, steht seit der Spielzeit 2015/16
unter der Leitung des italienischen Choreografen Simone
Sandroni.
Seine Kreationen entstehen in kollaborativen Prozessen,
bei denen die Zusammenarbeit mit anderen Kunst- und
Wissensbereichen tragende Bedeutung hat. TANZ Bielefeld
widmet sich von 2019 bis 2022 unter dem Titel D3 –
Dance Discovers Digital dem Thema Digitalität. Im interdisziplinären
Austausch entwickelt die Kompanie gemeinsam
mit nationalen und internationalen Gastchoreograf*innen
Aufführungsformate, die Technologien wie Virtual Reality,
Motion Capture und Robotik nutzen, um den Tanz als traditionelle
Form der Bühnenkunst in die digitale Moderne
fortzuschreiben. Im Verlauf des Projektzeitraumes werden
drei Produktionen realisiert: mit dem Münchner Choreograf
Moritz Ostruschnjak, der spanischen Choreografin und
Anthropologin Núria Guiu Sagarra und der Kölner Choreografin Stephanie Thiersch.


NEUE WEGE: Das »Bielefelder Studio« als spartenübergreifendes Projekt

Eines der aktuell wesentlichen Ziele der Bühnen und Orchester
der Stadt Bielefeld ist es, die Grenzen herkömmlicher
Professionalisierung zu überwinden und traditionelle
Berufsbilder zu hinterfragen. In dem spartenübergreifenden
Projekt Bielefelder Studio können sich drei junge Künstler*
innen aus den Bereichen Gesang, Tanz und Schauspiel
jeweils eine Spielzeit lang weiterbilden und entwickeln. Die
Mitglieder des Studios werden in die geförderten Projekte
eingebunden. Parallel finden ein Mentoringprogramm und
Workshops statt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.