OBERHAUSEN

Mitmachen!

DIE PEST ALS THEATERFILM

Liebe Oberhausener*innen,

in Zeiten wie diesen ist Gemeinschaft, Solidarität und Teilhabe noch wichtiger als sowieso schon. Um die Zeit der Theaterschließung für uns und für Sie kreativ zu nutzen, hat sich der Regisseur der preisgekrönten Produktion SCHULD UND SÜHNE, Bert Zander, etwas ganz Besonderes ausgedacht:

Jetzt sind Sie gefragt. Wollen Sie mitmachen?

Bert Zander wird gemeinsam mit dem Ensemble des Theater Oberhausen und Ihnen eine digitale Version von Albert Camus DIE PEST erarbeiten. Garantiert völlig kontaktlos. Mit größtmöglichem Abstand versuchen wir uns und dem Roman, der noch nie aktueller war denn heute, dabei ganz nahe zu kommen. Das einzige, was Sie dafür brauchen, ist eine Möglichkeit sich selber zu filmen, mit einem Handy oder mit einem Computer.

Die Texte werden Ihnen zugeschickt. Bei Interesse melden Sie sich bitte – wenn möglich mit einem kleinen Video, in dem Sie sich selber vorstellen – so bald wie möglich bei der Dramaturgin Karoline Behrens: 

WICHTIGES UPDATE:

Haben Sie Ihre Bewerbungsmail noch nicht abgeschickt? Dann schicken Sie bitte ein kurzes Video im Querformat an behrens@theater-oberhausen.de .

Sagen Sie Ihrenn Namen Lassen Sie drei Sekunden Pause Spreche Sie in Ihren eigenen Worten (bitte nicht auswendig lernen!) folgenden Satz: „Am Morgen des 16. April trat der Arzt Bernard Rieux aus seiner Wohnung und stolperte mitten auf dem Flur über eine tote Ratte.

Mehr Infos zum Stück:

Die Pest – ein Theaterfilm (im digitalen Theater Oberhausen)
Albert Camus
in einer Übersetzung von Uli Aumüller

„Es gibt nichts schändlicheres als die Krankheit.“ (Albert Camus)

Eine Stadt am Meer wird von einer unheimlichen Seuche befallen. Erst sind es nur tote Ratten, die plötzlich in allen Straßen und Häuserecken auftauchen. Doch dann infizieren sich die Menschen mit dem rätselhaften Fieber. Zunächst vereinzelt, schließlich in einem rasanten Tempo. Die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand, niemand weiß, wie lange dieser Zustand dauern wird. Ein Arzt kämpft entgegen aller Widrigkeiten gegen die Krankheit – angetrieben von einer absurd erscheinenden Hoffnung.

Wie Camus in seinem Roman und in seiner Philosophie nahezu dazu aufruft, sich des Absurden bewusst zu werden, es anzuerkennen als solches, und durch diese Anerkennung eine Art „Sinn“ für das Leben zu entwickeln, stellt sich das Theater Oberhausen dem beinahe grotesken Versuch, dem durch die Pandemie bestimmten Leben (und Arbeiten) durch bewusste Anerkennung des Absurden einen Sinn zu geben – und Theater ohne physischen Kontakt zu ermöglichen.
Wie wollen wir jetzt und zukünftig leben? Sind Werte wie Mitgefühl, Empathie, Solidarität und Liebe die einzige Chance darauf, als Menschen auf dieser Welt toleriert zu werden? „Mich interessiert nur noch, von dem zu leben und von dem zu sterben, was ich liebe..“, lässt Camus eine seiner Figuren auf solche Fragen antworten.

Corona ist nicht die Pest – doch die aktuelle Pandemie ist womöglich eine vergleichbare Bewährungsprobe für unsere Gesellschaft und auch für das derzeitig geschlossene Theater.
Bert Zander, der schon in der Spielzeit 2017/18 die preisgekrönte theatrale Video-Installation von SCHULD UND SÜHNE für das Theater Oberhausen inszenierte, wird nun Albert Camus DIE PEST mit zahlreichen Oberhausener*innen und dem Ensemble des Theater Oberhausen als Serie bearbeiten.
In Kürze wird jede Woche eine neue Folge ausgestrahlt werden. Kostenlos. Verfolgen Sie das neue digitale Theater Oberhausen bald auf unserer Webseite und in den sozialen Netzwerken.

Mit:
Clemens Dönicke
Elisabeth Hoppe
Emilia Reichenbach
Mervan Ürkmez
Burak Hoffmann
Klaus Zwick

und vielen Oberhausener*innen

Regie: Bert Zander
Kostüm: Lene Schwind
Video: Fabian Barba
Dramaturgie: Karoline Behrens
Film-Dramaturgie: Julie Konradsen
Produktionsleitung: Alex Biehn

Die Fassung für das Theater Oberhausen basiert auf der Übersetzung von Uli Aumüller, (c) Gallimard und (c) Rowohlt Verlag.

ZUR DEUTSCHEN ERINNERUNGSKULTUR

Im Rahmen der AKADEMIE DER LAUTEN GEDANKEN spricht PD Dr. habil. Thomas F. Schneider, Leiter des Erich-Maria Remarque – Friedenszentrums Osnabrück über die Deutsche Erinnerungskultur.

20. März 2020, 18.00 Uhr im Pool

OFFENES FOYER MIT DER AKADEMIE DER LAUTEN GEDANKEN

Das Theater Oberhausen geht „Neue Wege“: In unseren Foyers öffnet ab 16. November die AKADEMIE DER LAUTEN GEDANKEN ihre Pforten. Hier finden regelmäßig Workshops, Vorträge und eine Schreibwerkstatt statt.

Von Montag bis Freitag zwischen 15:30 und 18:30 Uhr steht allen unser Theater offen. Samstags öffnen wir bereits ab 10:30 Uhr.

https://www.theater-oberhausen.de

WORKSHOP UND SESSION FÜR FORTGESCHRITTENE IMPROSPIELER*INNEN

Training mit Mario Müller
18. April 2020, 10.00 Uhr im OPR

Improsession, musikalisch begleitet von Jens Niemeier
18. April 2020, 20.00 Uhr im Pool

POETRY SLAM MIT VORANGEHENDEM WORKSHOP VON UND FÜR GEHÖRLOSE MIT DODZI DOUGBAN

Workshop “Silent Poetry“ 
28. Mai 2020, 15:00 Uhr im OPR

“Silent Poetry“ Session 
28. Mai 2020, 20:00 Uhr im Pool

RÜCKKEHR NACH OBERHAUSEN

In seinem Bestseller „Rückkehr nach Reims“ erzählt der französische Autor Didier Eribon von der Rückkehr in seine Heimatstadt nach dem Tod seines Vaters. Seine autobiografischen Erzählungen vom Heranwachsen in der homophoben Arbeiterklasse Nordfrankreichs in den 50er und 60er Jahren und von seiner späteren Flucht in das intellektuelle Paris verschränkt er mit einer soziologischen Milieustudie. Er fragt nach Zusammenhängen von sozialer Herkunft und politischem Selbstverständnis und untersucht die Hinwendung von ehemals kommunistischen Haltungen zu rechtem Denken und Wählen.

Auf Basis der Auseinandersetzung mit „Rückkehr nach Reims“ schafft der Videokünstler und Regisseur Bert Zander einen fiktionalen Heimatabend mit Geschichten aus der Antike, der Industriekultur und der Gegenwart über Heimat, Identität, Verlust und Liebe. Ein Mensch kehrt zurück an seinen Geburtsort; entfremdet von Familie und der eigenen Kindheit wird er der Heimat, Oberhausen und sich selbst begegnen. Entstehen wird ein Abend über die Sehnsucht, dem zu entkommen, wovor es kein Entkommen geben kann. „Rückkehr nach Oberhausen“ ist der Versuch einer Erklärung, warum das sozialdemokratische Rheinland von der Roten Ruhrarmee inzwischen in einer Krise der sozialen Absicherung gelandet ist. Aber auch eine Auseinandersetzung mit dem linksliberalen Elitenleben und den Türöffnern des Rechtspopulismus. Ohne Happy End, aber mit Grund zur Hoffnung und Freude am Widerstand. Eine Ode und ein Zweifeln an Heimat und Fremde.

Nach der theatralen Filminstallation „Schuld und Sühne“ realisiert Bert Zander erneut ein multimediales Stadtprojekt: In einem stillgelegten Industriegebäude im Oberhausener Revier erzählen, singen, beten Oberhausener*innen gemeinsam mit den Schauspieler*innen des Ensembles über ihre echten und imaginierten Erinnerungen und Sehnsüchte eines Zusammenlebens. Als echtes Theater, Projektion, Dokumentation, Fiktion, als Erzählung und Aufzeigung dessen, was geschah und als ein Blick auf das, was uns bevorsteht.

PREMIERE 29.05.2020

 

SING MIT MICK

Mitsingkonzert mit Liedern aus Pop, Irish Folk und deutschem Liedgut.
Currywurst solange der Vorrat reicht.

4. Juni 2020, 20.00 Uhr im Pool

NERD NIGHT #2

Wiederholung des erfolgreichen Formats. Fünf Redner*innen, fünf Themen, fünf Vorträge.

09. Juni 2020, 20.00 Uhr im Pool