OBERHAUSEN

DAS MASSAKER VON ANRÖCHTE

Spielfilm von Hannah Dörr, nach dem Drehbuch von Wolfram Lotz

Team-Preview

Mit einer exklusiven Preview in Anwesenheit des Filmteams eröffnet »Das Massaker von Anröchte« das Spektakel »Schlingensief 2020«, ein vom Theater produzierter Spielfilm, der an realen Orten in Oberhausen und Umgebung gedreht wurde.

In einer nordrhein-westfälischen Gemeinde – ist es Oberhausen, ist es Anröchte? – findet ein Massaker statt, bei dem wahllos Menschen geköpft werden. Die beiden Kommissare Konka und Walter ermitteln und dringen dabei in den dunklen Sumpf der Kleinstadt ein.

»Das Massaker von Anröchte« ist ein schonungsloser und extrem komischer Antikrimi und zugleich das scharfe Porträt einer Stadt und ihrer Menschen.Der Text ist eine Hommage an Schlingensiefs Filme aus der »Deutschland-Trilogie«, und auch ästhetisch lassen sich beim »Massaker von Anröchte« einige Anlehnungen an den Künstler entdecken. Christoph Schlingensiefs satirischer Blick auf die deutsche Geschichte wird aufgenommen und in die Gegenwart verlängert.

Eine Produktion des Theater Oberhausen gefördert durch das NRW Kultursekretariat und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Der Spielfilm entsteht in Kooperation mit öFilm

MIT
Hendrik Arnst, Julian Sark, Max Bretschneider, Sophia Burtscher, Yuri Englert, Andre Hegner, Mathias Max Herrmann, Burak Hoffmann a.G., Elisabeth Hoppe, Anna Polke, Klaus Zwick, Theatergruppe Blindflug

Drehbuch: Wolfram Lotz
Regie, Schnitt und Szenenbild: Hannah Dörr
Bildgestaltung: Jesse Mazuch
Kostümbild: Svenja Gassen
Maskenbild: Juliane Schulz, Jenny Uhlig
Szenenbildmitarbeit: Hella Vohrmann
Dramaturgie: Elena Liebenstein
Musik: Toni Steil
O-Ton: Tarik Badaoui, Armin Badde, Simon Peter
Sounddesign & Mischung: Simon Peter
Produktionsleitung: Lisa Baumgarten, Milena Schäpers

TERMINE
Freitag, 23.10.2020, 20:00 Uhr
Sonntag, 25.10.2020, 15:30 Uhr

http://www.lichtburg-ob.de/specials/

DIE PEST ALS THEATERFILM

Die Pest – ein Theaterfilm (im digitalen Theater Oberhausen)
Albert Camus
in einer Übersetzung von Uli Aumüller

„Es gibt nichts schändlicheres als die Krankheit.“ (Albert Camus)

Eine Stadt am Meer wird von einer unheimlichen Seuche befallen. Erst sind es nur tote Ratten, die plötzlich in allen Straßen und Häuserecken auftauchen. Doch dann infizieren sich die Menschen mit dem rätselhaften Fieber. Zunächst vereinzelt, schließlich in einem rasanten Tempo. Die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand, niemand weiß, wie lange dieser Zustand dauern wird. Ein Arzt kämpft entgegen aller Widrigkeiten gegen die Krankheit – angetrieben von einer absurd erscheinenden Hoffnung.

Wie Camus in seinem Roman und in seiner Philosophie nahezu dazu aufruft, sich des Absurden bewusst zu werden, es anzuerkennen als solches, und durch diese Anerkennung eine Art „Sinn“ für das Leben zu entwickeln, stellt sich das Theater Oberhausen dem beinahe grotesken Versuch, dem durch die Pandemie bestimmten Leben (und Arbeiten) durch bewusste Anerkennung des Absurden einen Sinn zu geben – und Theater ohne physischen Kontakt zu ermöglichen.
Wie wollen wir jetzt und zukünftig leben? Sind Werte wie Mitgefühl, Empathie, Solidarität und Liebe die einzige Chance darauf, als Menschen auf dieser Welt toleriert zu werden? „Mich interessiert nur noch, von dem zu leben und von dem zu sterben, was ich liebe..“, lässt Camus eine seiner Figuren auf solche Fragen antworten.

Corona ist nicht die Pest – doch die aktuelle Pandemie ist womöglich eine vergleichbare Bewährungsprobe für unsere Gesellschaft und auch für das derzeitig geschlossene Theater.
Bert Zander, der schon in der Spielzeit 2017/18 die preisgekrönte theatrale Video-Installation von SCHULD UND SÜHNE für das Theater Oberhausen inszenierte, wird nun Albert Camus DIE PEST mit zahlreichen Oberhausener*innen und dem Ensemble des Theater Oberhausen als Serie bearbeiten.

Mit:
Clemens Dönicke
Elisabeth Hoppe
Emilia Reichenbach
Mervan Ürkmez
Burak Hoffmann
Klaus Zwick

und vielen Oberhausener*innen

Regie: Bert Zander
Kostüm: Lene Schwind
Video: Fabian Barba
Dramaturgie: Karoline Behrens
Film-Dramaturgie: Julie Konradsen
Produktionsleitung: Alex Biehn

Die Fassung für das Theater Oberhausen basiert auf der Übersetzung von Uli Aumüller, (c) Gallimard und (c) Rowohlt Verlag.

TERMINE

Ab 02. Mai wird jede Woche samstags um 19.30 Uhr eine neue Folge ausgestrahlt. Kostenlos. Verfolgen Sie das neue digitale Theater Oberhausen bald auf unserer Webseite und in den sozialen Netzwerken.

https://www.die-pest.de/

ZUR DEUTSCHEN ERINNERUNGSKULTUR

Im Rahmen der AKADEMIE DER LAUTEN GEDANKEN spricht PD Dr. habil. Thomas F. Schneider, Leiter des Erich-Maria Remarque – Friedenszentrums Osnabrück über die Deutsche Erinnerungskultur.

20. März 2020, 18.00 Uhr im Pool

ONLINE-SCHREIBWERKSTATT

Workshop mit Dominik Busch

Online-Schreibwerkstatt – Workshop der Akademie der lauten Gedanken mit Dominik Busch

Der Theater-Autor Dominik Busch (Das Recht des Stärkeren, Alles ist wahr.) wird jeden Dienstag um 11 Uhr für eine Stunde online per Zoom Ihre entstehende Geschichte lektorieren und Ihren Schreibprozess begleiten.

Dominik Busch, 1979 in Sarnen / Schweiz geboren, studierte zunächst an der Musikhochschule Luzern und anschließend Philosophie und Germanistik in Zürich und Berlin. Er ist Autor, Philosoph, Musiker und Hörspielproduzent. Mit seinem Stück „Draußen im Watt leg ich dich hin“ gewann er 2016 beim Berliner Hörspielfestival den Preis in der Kategorie „Langes Hörspiel“. Er war Hausautor am Luzerner Theater und am Theater Basel. Sein Stück „Das Gelübde“ war eines der drei Gewinnerstücke des Autorenwettbewerbs der Autorentheatertage 2016 am Deutschen Theater Berlin.

TERMINE

12.05.2020
19.05.2020
26.05.2020

Neues Video der Online-Schreibwerkstatt – 11 Uhr Zoom-Meeting mit Dominik Busch

https://www.facebook.com/akademiederlautengedanken/

WORKSHOP UND SESSION FÜR FORTGESCHRITTENE IMPROSPIELER*INNEN

Training mit Mario Müller
18. April 2020, 10.00 Uhr im OPR

Improsession, musikalisch begleitet von Jens Niemeier
18. April 2020, 20.00 Uhr im Pool

POETRY SLAM MIT VORANGEHENDEM WORKSHOP VON UND FÜR GEHÖRLOSE MIT DODZI DOUGBAN

Workshop “Silent Poetry“ 
28. Mai 2020, 15:00 Uhr im OPR

“Silent Poetry“ Session 
28. Mai 2020, 20:00 Uhr im Pool

RÜCKKEHR NACH OBERHAUSEN

In seinem Bestseller „Rückkehr nach Reims“ erzählt der französische Autor Didier Eribon von der Rückkehr in seine Heimatstadt nach dem Tod seines Vaters. Seine autobiografischen Erzählungen vom Heranwachsen in der homophoben Arbeiterklasse Nordfrankreichs in den 50er und 60er Jahren und von seiner späteren Flucht in das intellektuelle Paris verschränkt er mit einer soziologischen Milieustudie. Er fragt nach Zusammenhängen von sozialer Herkunft und politischem Selbstverständnis und untersucht die Hinwendung von ehemals kommunistischen Haltungen zu rechtem Denken und Wählen.

Auf Basis der Auseinandersetzung mit „Rückkehr nach Reims“ schafft der Videokünstler und Regisseur Bert Zander einen fiktionalen Heimatabend mit Geschichten aus der Antike, der Industriekultur und der Gegenwart über Heimat, Identität, Verlust und Liebe. Ein Mensch kehrt zurück an seinen Geburtsort; entfremdet von Familie und der eigenen Kindheit wird er der Heimat, Oberhausen und sich selbst begegnen. Entstehen wird ein Abend über die Sehnsucht, dem zu entkommen, wovor es kein Entkommen geben kann. „Rückkehr nach Oberhausen“ ist der Versuch einer Erklärung, warum das sozialdemokratische Rheinland von der Roten Ruhrarmee inzwischen in einer Krise der sozialen Absicherung gelandet ist. Aber auch eine Auseinandersetzung mit dem linksliberalen Elitenleben und den Türöffnern des Rechtspopulismus. Ohne Happy End, aber mit Grund zur Hoffnung und Freude am Widerstand. Eine Ode und ein Zweifeln an Heimat und Fremde.

Nach der theatralen Filminstallation „Schuld und Sühne“ realisiert Bert Zander erneut ein multimediales Stadtprojekt: In einem stillgelegten Industriegebäude im Oberhausener Revier erzählen, singen, beten Oberhausener*innen gemeinsam mit den Schauspieler*innen des Ensembles über ihre echten und imaginierten Erinnerungen und Sehnsüchte eines Zusammenlebens. Als echtes Theater, Projektion, Dokumentation, Fiktion, als Erzählung und Aufzeigung dessen, was geschah und als ein Blick auf das, was uns bevorsteht.

PREMIERE 29.05.2020 – AUSFALL

SING MIT MICK

Mitsingkonzert mit Liedern aus Pop, Irish Folk und deutschem Liedgut.
Currywurst solange der Vorrat reicht.

4. Juni 2020, 20.00 Uhr im Pool

NERD NIGHT #2

Wiederholung des erfolgreichen Formats. Fünf Redner*innen, fünf Themen, fünf Vorträge.

09. Juni 2020, 20.00 Uhr im Pool