MÜLHEIM A. D. RUHR

THE ELEMENT OF CRIME

Lars von Trier – Europa Trilogie

Die Europa Trilogie des dänischen Regisseurs Lars von Trier ist zwischen 1984 und 1991 erschienen. Sie besteht aus drei Filmen: The Element of Crime, Epidemic und Europa. Verbunden sind die Filme durch gemeinsame Motive und eine besondere stilistische Handschrift. Wie die Titel der Filme bereits vorwegnehmen, geht es um Verbrechen, Pandemien und europäische Geschichte. Dabei folgt jeder Film einem anderen idealistischen Charakter, der sich zwischen Wirklichkeit und Surrealismus bewegt. Es lohnt sich, diese Filme aus der heutigen Situation heraus neu anzusehen.

TERMIN
06.10.2021, 19:00 Uhr, vier.zentrale 

OLEANNA

Eine Gastproduktion von ONLY CONNECT!

Das Theaterensemble ONLY CONNECT! rückt mit der Produktion Oleanna die Frage in den Vordergrund, wie genau sich das sogenannte #mansplaining manifestiert. Wie kommuniziert #Mann, wie #Frau? Wer hat #Recht und kann man das eigentlich immer so genau sagen? Dozent John steht kurz vor seiner Revision zur Professur durch das Berufungskommittee der Universität. Als die verunsicherte Studentin Carol jedoch sein Büro betritt, gerät seine akademische Welt aus den Fugen.

Regie: Julie Stearns

TERMIN
09.10.2021, 19:30 Uhr, vier.zentrale 

EPIDEMIC

Lars von Trier – Europa Trilogie

Die Europa Trilogie des dänischen Regisseurs Lars von Trier ist zwischen 1984 und 1991 erschienen. Sie besteht aus drei Filmen: The Element of Crime, Epidemic und Europa. Verbunden sind die Filme durch gemeinsame Motive und eine besondere stilistische Handschrift. Wie die Titel der Filme bereits vorwegnehmen, geht es um Verbrechen, Pandemien und europäische Geschichte. Dabei folgt jeder Film einem anderen idealistischen Charakter, der sich zwischen Wirklichkeit und Surrealismus bewegt. Es lohnt sich, diese Filme aus der heutigen Situation heraus neu anzusehen.

TERMIN
13.10.2021, 19:00 Uhr, vier.zentrale 

EUROPA

Lars von Trier – Europa Trilogie

Die Europa Trilogie des dänischen Regisseurs Lars von Trier ist zwischen 1984 und 1991 erschienen. Sie besteht aus drei Filmen: The Element of Crime, Epidemic und Europa. Verbunden sind die Filme durch gemeinsame Motive und eine besondere stilistische Handschrift. Wie die Titel der Filme bereits vorwegnehmen, geht es um Verbrechen, Pandemien und europäische Geschichte. Dabei folgt jeder Film einem anderen idealistischen Charakter, der sich zwischen Wirklichkeit und Surrealismus bewegt. Es lohnt sich, diese Filme aus der heutigen Situation heraus neu anzusehen.

TERMIN
20.10.2021, 19:00 Uhr, vier.zentrale 

StückeWerkstatt

Zusätzlich zum Wettbewerb um den Mülheimer Dramatikpreis und den Mülheimer KinderStückePreis gibt es nun die Mülheimer StückeWerkstatt. Hier arbeiten Autor:innen gemeinsam mit Regisseur:innen frei von Zeit- und Konkurrenzdruck an einem Theatertext und dessen Umsetzung. Dabei können sie sich immer wieder über theoretische und praktische Fragen des Schreibens für Theater austauschen. Erfahrene Mentor:innen begleiten die Arbeit. Renommierte Theaterhäuser geben den Text-Regie-Tandems die Möglichkeit, das entstehende Stück frühzeitig auf sein szenisches Potenzial hin zu testen. Mit den Schauspieler:innen des Partner-Theaters entwickeln die Tandems Werkstattaufführungen, die sie dann bei den „Stücken 2022“ in Mülheim präsentieren.

Nachdem der Start der StückeWerkstatt um ein Jahr verschoben werden musste, trafen die Teilnehmer:innen sich während der „Stücke 2021“ erstmals persönlich, um sich kennenzulernen und mit der gemeinsamen Arbeit zu beginnen. 

Eine Veranstaltung der Mülheimer Theatertage „Stücke“ in Zusammenarbeit mit dem Drama Forum Graz und dem Deutschen Literaturfonds e. V.

TEILNEHMER:INNEN
Caren Jeß mit Petra Schönwald, Partner-Theater: Schauspiel Stuttgart
Anne Lepper mit Alia Luque, Partner-Theater: Schauspiel Hannover
Mehdi Moradpour mit Rieke Süßkow, Partner-Theater: Schauspielhaus Wien
Nele Stuhler mit Franz Xaver Mayr, Partner-Theater: Residenztheater München

TERMINE
22. bis 25. Oktober 2021, 20:00 Uhr – Online Premiere

https://vier.ruhr/projekte/

Foto: polynice

UNTER DEM TEPPICH

Installation und Performance / God’s Entertainment

Was wird unter den Teppich gekehrt in Deutschland und der gesamten europäischen Gemeinschaft? Diese Frage nehmen God’s Entertainment zum Anlass für eine künstlerische Recherche und die daraus resultierende Installation Unter dem Teppich. Letztes Jahr hat die Gruppe in der vier.zentrale einen Teppich (Ćilim) anfertigt, der die Europa-Flagge abbildet. Seine Fäden und seine Struktur aus Kett- und Schussfäden, die in einem komplexen Gewebe aufeinandertreffen, stehen symbolisch für gesellschaftliche Zusammenschlüsse und Menschen aller Art in Bewegung. Die Ausstellungsbesucher:innen können in Interaktion mit der Installation gehen.

TERMINE
Do. 28.10.2021 19 Uhr Performance, 20 Uhr Vernissage
Fr. 29.10. – So. 14.11.2021 jeweils 12-18 Uhr Ausstellung

Foto: F. Götzen

EUROPA ODER DIE TRÄUME DES DRITTEN REICHS

1945. Nein, keine Stunde Null, die illusionäre, die Uhr tickte weiter, zumindest die historische, von Neuanfang konnte keine Rede sein. Als Schlafwagenschaffner fährt der junge Deutschamerikaner Leopold Kessler durch das surreale Deutschland der Nachkriegszeit, vorbei an verwüsteten Ortschaften und Landschaften voller Tristesse. Wie in einem Traum heiratet er in die Familie des Direktors seines Bahnunternehmens ein und befindet sich plötzlich mitten unter ehemaligen Nazis, Gruppierungen von Werwölfen, die gegen das Virus der Vergangenheit immer noch nicht immun sind und nicht hinnehmen wollen, dass der Krieg verloren war. Das Virus lebt fort. 

Der Abend verzahnt Lars von Triers Filme “Europa”, “Epidemic” und Charlotte Beradts Textsammlung “Das Dritte Reich des Traums” zu einer albtraumhaften Befragung unserer Gegenwart. Geschichte als Fiktion, Fiktion als Geschichte, Nazis und die Pest als ewige Wiedergänger. Eine Zugfahrt in unsere Vergangenheit der Zukunft der Vergangenheit. Eine theatrale Hypnose.

“Du willst aufwachen, um dich vom Wahnbild Europas zu befreien. Aber das ist nicht möglich.”

BESETZUNG

PETRA VON DER BEEK  Sprecherin / Seherin
ALEXANDER GIER Niels / Larry / Seifert
FABIO MENÉNDEZ Lars / Pater / Stelemann
GABRIELLA WEBER Gitte
FELIX RÖMER  Max Hartmann / Mann im Schlafanzug / Claes
DAGMAR GEPPERT Kat Hartmann
ALBERT BORK Leo Mesmer
STEFFEN REUBER Inspektor / Colonel Harris / Siggi
KLAUS HERZOG Onkel Kessler
RUPERT J. SEIDL Udo Kier Schauspieler / Siggi

TEAM
PHILIPP PREUSS Regie
HELMUT SCHÄFER Dramaturgie
KONNY KELLER Video
RAMALLAH AUBRECHT Bühne
KORNELIUS HEIDEBRECHT Musik
EVA KAROBATH Kostüm
TOBIAS STÖTTNER Regieassistenz
JOCHEN JAHNCKE Licht
FRANZ DUMCIUS Ton
SVEA MENNE Hospitanz

TERMINE
30.10.2021, 20:00 Uhr
31.10.2021, 13:00 Uhr
01.11.2021, 18:00, Uhr
11.11.2021, 19:30, Uhr
12.11.2021, 19:30 Uhr
13.11.2021, 19:30 Uhr
26.11.2021, 19:00, Uhr
27.11.2021, 19:30, Uhr
28.11.2021, 18:00 Uhr

https://www.theater-an-der-ruhr.de/repertoire/europa-oder-die-traeume-des-dritten-reichs-ua/

WEIßE NÄCHTE – RETOUR NATUR

Alles anders seit geraumer Zeit. Auch die Weißen Nächte vom 13. bis zum 28. August 2021 werden anders als in den Jahren zuvor sein, erweitert zu einem fast dreiwöchigen Festival mit Theater, Konzerten, Poetry, Kunstparcours, Audiowalks und Expeditionen, Performances und Diskursen eröffnen sie die Spielzeit 2021/2022.

TERMINE
Freitag, 13. August2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.15 Uhr • Poetry “Bas Böttcher”
19.30 Uhr • Konzert “Martin Kohlstedt”
21.00 Uhr • Premiere “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss

Samstag, 14. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.00 Uhr • Expeditionen “Gedankengang mit Helmut Schäfer & Axel Freude (Förster)”
19.15 Uhr • Poetry “Bas Böttcher”
19.30 Uhr • Konzert “Ätna”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss
23.00 Uhr • Performance “The Life Story of Cornelius Johnson’s Olympic Oak & Other Matters of Survival”

Sonntag, 15. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.15 Uhr • Poetry “Bas Böttcher”
19.30 Uhr • Konzert “Hundreds”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss

Mittwoch, 18. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
19.00 Uhr • Expeditionen “Gedankengang mit Helmut Schäfer & Simone Schehka (Zoodirektorin Münster)”
19.00 Uhr • Expedition “Am Rand der Landstraße: Ein Drama Walk”
19.00 Uhr • Expedition “Musik aus der Zukunft: Eine Beuys-Hommage”
19.00 Uhr • Expedition “Organismendemokratie mit Club Real”
19.00 Uhr • Expedition “Im Unterland mit Klaus Herzog”
20.30 Uhr • Natur-Show “Mikroorgasmen überall mit Dominik Eulberg”

Donnerstag, 19. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.15 Uhr • Poetry “Jule Weber”
19.30 Uhr • Konzert “Lùisa”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow
Regie: Philipp Preuss

Freitag, 20. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.15 Uhr • Poetry “Jule Weber”
19.30 Uhr • Konzert “Lisa Morgenstern”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss

Samstag, 21. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
18.45 Uhr • Spezial / Chor-Intervention “Lettische Lieder”, Kammer- und Theaterchor der Petri-Kirche
19.15 Uhr • Poetry “Miedya Mahmod”
19.30 Uhr • Konzert “Carlos Cipa”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss
23.00 Uhr • Expedition “Musik aus der Zukunft: Eine Beuys-Hommage”

Sonntag, 21. August 2021
Ab 16.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
17.00 Uhr • Konzert “Szene Istanbul,  Jazzpiya”
18.30 Uhr • Diskurs “Türkische und europäische Politik: Can Dündar”
20.00 Uhr • Konzert “Klanglandschaft Kurdistan, Nizamettin Ariç Quartett”

Mittwoch, 25. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
19.00 Uhr • Expedition “Am Rand der Landstraße: Ein Drama Walk”
19.00 Uhr • Expedition “Musik aus der Zukunft: Eine Beuys-Hommage”
19.00 Uhr • Expedition “Organismendemokratie mit Club Real”
19.00 Uhr • Expedition “Im Unterland mit Klaus Herzog”
20.15 Uhr • Diskurs “Fabian Scheidler: Der Stoff aus dem wir sind”
21.15 Uhr • Konzert “Pantha du Prince”

Donnerstag, 26. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.00 Uhr • Expedition “Gedankengang mit Helmut Schäfer & Navid Kermani”
19.15 Uhr • Poetry “Florian Stein”
19.30 Uhr • Konzert & Lesung “Noma Omran & Rupert Seidl”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss

Freitag, 27. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.15 Uhr • Poetry “Florian Stein”
19.30 Uhr • Konzert “Martin Kohlstedt”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss

Samstag, 28. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.00 Uhr • Expedition “Gedankengang mit Helmut Schäfer & Oliver Keymis (Politiker)”
19.15 Uhr • Poetry “Florian Stein”
19.30 Uhr • Konzert “Catt”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss
23.00 Uhr • Konzert, “Alain Croubalian: The Plains”

https://weisse-naechte.theater-an-der-ruhr.de/kalender/

KULTUR DER VIELFALT

Chancen des Perspektivwechsels – Theater, Tanz, Performance, Workshops und Diskurs
Wie gelingt diversitätssensible Kulturarbeit? Neben dem Ausbau von regionalen Initiativen und Formaten ist die überregionale Vernetzung und Zusammenarbeit entscheidend, um den Ansatz der intersektionalen Diversität in den Darstellenden Künsten weiter voranzubringen. Dabei spielen solidarische Netzwerke, Bündnisse und Allianzen eine wichtige Rolle.
 
TERMINE
23.09.2021
17. 00 Uhr vier.zentrale: KULTUR DER VIELFALT – Begrüßung und Eröffnung mit Frederika Tsai (vier.ruhr) und Immanuel Bartz (PostHeimat Netzwerk)
17.30 Uhr vier.zentrale: „Der Weg in eine unterdrückungsfreie Welt“, Vortrag Dr. Emilia Roig (hybrid)
18.30 Uhr vier.zentrale: „Untitled“, Ausstellungseröffnung Amer Okdeh
19.30 Uhr vier.zentrale:1 Podium 1, „Eine Frage der Qualität? Kuratieren als antirassistische Praxis“ Mit: u.a. Rebecca Ajnwojner, Michaela Kuczinna, Dan Thy Nguyen
21.00 Uhr vier.zentrale: Bar und Musik mit DJ-Duo Finiq
 
24.09.2021
10:00 Uhr Probebühne, Theater an der Ruhr:  „Auf den Spuren des Rassismus“, ganztägiger Workshop mit: Katrin Konrad und Karina Lange
14:00 Uhr vier.zentrale: „One Language Project“, Präsentation Nawras e.V.
16:00 Uhr vier.zentrale: Podium 2, „Es passiert. Kuratieren neben der Institution“, mit: Association for Black Art_ists e.V. (ASBA), Labor für antirassistisches Kuratieren, Moderation: Johanna-Yasirra Kluhs, (Interkultur Ruhr)
18:30 Uhr Shuttle → Theater an der Ruhr, → vier.zentrale
19:30 Uhr Theater an der Ruhr: Premiere: Nathan.Death (UA), von Feridun Zaimoglu, Günter Senkel, Regie: Philipp Preuss, Choreographie: Nir de Volff
19:30 Uhr vier.zentrale: „Wenn das Leben (k)ein Theater ist“, Vortrag M Hasan Hera, Präsentiert von Silent University Ruhr
 
25. 09.2021
10:00 Uhr
Probebühne, Theater an der Ruhr:  „Power to the People“ ganztägiges Empowerment-Training mit Celia Diédhiou und Modou Diédhiou
10:00 Uhr vier.zentrale: „Mind the Trap*“ ganztägiger Workshop mit Golschan Ahmad Haschemi
17:15 Uhr Spaziergang / Shuttle → Ringlokschuppen
18:30 Uhr Ringlokschuppen Ruhr: HUNDERTPRO Festival Vol. III
u.a. mit Abdul Kader Chanin, Akasha Daley, Amjad, Caner Akdeniz, Emese Horti Tanztheater, Erika Ratcliffe, Clit Comedy Club, Yoland Morales
bis ca 24:00 h
 
26. 09.2021
12:00 Uhr Ringlokschuppen Ruhr: „Wessen Erinnerung zählt?“, Lesung Mark Terkessidis
13:30 Uhr Ringlokschuppen Ruhr: KULTUR DER VIELFALT
get-together Einladung mit allen teilnehmenden Kooperationspartner:innen
14:30 Uhr Shuttle → Theater an der Ruhr
15:00 Theater an der Ruhr: Collective Ma‘louba, Reine Formsache, von Mudar Alhaggi und Team, Regie: Waël Ali
 

2020/2021

Foto: Björn Stork | polynice

UR-HEIDI - EINE HEIM-SUCHUNG

Wie reicht das Schweigen über den Nationalsozialismus in Täter*innen-Familien bis in unsere Gegenwart hinein? Heidi muss zum Großvater. In Johanna Spyris Bergroman gibt Tante Dete ihre verwaiste Nichte wortlos beim Alten ab, der als gefährlich gilt. In der Begegnung mit der Enkelin verliert er nach und nach die Aggressionen aus einer im Nebel liegenden Vergangenheit. Diese Erlösungsgeschichte ist eine der bekanntesten Heimaterzählungen des deutschsprachigen Raums aus dem 19. Jahrhundert.

KGI machen einen Zeitsprung und konfrontieren sie mit dokumentarischen Selbstauseinandersetzungen. Sie thematisieren die Mittäter*innenschaft der eigenen Familien im Nationalsozialismus und rekonstruieren die eigene Großeltern-Eltern-Kind-Beziehung: Können wir den*die Täter*in in uns erkennen? Als Heim-Suchung bringt der Theaterabend Ausschnitte aus dem Roman Heidi, Fragmente aus Gesprächen mit den eigenen Eltern, persönliche und politische Reflexionen und popkulturelle Reminiszenzen an die Nachkriegsgeneration zusammen. Eine theatrale Suche (nach) der Gefühlserbschaft der dritten Generation.

BESETZUNG
KONZEPT, TEXT, REGIE: KGI (SIMON KUBISCH, DOMINIK MEDER, MARIA VOGT)

VON UND MIT: ALBERT BORK, JAN EHLEN, LAURA HANSEN, JOHANNA-YASIRRA KLUHS, SIMON KUBISCH, EVA LOCHNER, DOMINIK MEDER, MARCEL NASCIMENTO, MARIA VOGT, MIKE VOJNAR, CHRISTIANE HOLTSCHULTE

PERFORMANCE: ALBERT BORK, MIKE VOJNAR, SIMON KUBISCH, DOMINIK MEDER, MARIA VOGT

FEEDBACK: JOHANNA-YASIRRA KLUHS
AUSSTATTUNG: EVA LOCHNER
VIDEO/BILDGESTALTUNG: LAURA HANSEN, JAN EHLEN

REGIEASSISTENZ + SPECIAL EFFECTS: MARCEL NASCIMENTO
REGIEHOSPITANZ: STEFANIE DÖRR
PRODUKTIONSLEITUNG: CHRISTIANE HOLTSCHULTE

TERMINE
Freitag, 12. März 2021, 20:00 Uhr – Online Premiere

https://www.theater-an-der-ruhr.de/repertoire/ur-heidi-eine-heim-suchung/

EUROPA ODER DIE TRÄUME DES DRITTEN REICHS (UA)

1945. Nein, keine Stunde Null, die illusionäre, die Uhr tickte weiter, zumindest die historische, von Neuanfang konnte keine Rede sein. Als Schlafwagenschaffner fährt der junge Deutschamerikaner Leopold Kessler durch das surreale Deutschland der Nachkriegszeit, vorbei an verwüsteten Ortschaften und Landschaften voller Tristesse. Wie in einem Traum heiratet er in die Familie des Direktors seines Bahnunternehmens ein und befindet sich plötzlich mitten unter ehemaligen Nazis, Gruppierungen von Werwölfen, die gegen das Virus der Vergangenheit immer noch nicht immun sind und nicht hinnehmen wollen, dass der Krieg verloren war. Das Virus lebt fort.

Der Abend verzahnt Lars von Triers Filme “Europa”, “Epidemic” und Charlotte Beradts Textsammlung “Das Dritte Reich des Traums” zu einer albtraumhaften Befragung unserer Gegenwart. Geschichte als Fiktion, Fiktion als Geschichte, Nazis und die Pest als ewige Wiedergänger. Eine Zugfahrt in unsere Vergangenheit der Zukunft der Vergangenheit. Eine theatrale Hypnose.

“Du willst aufwachen, um dich vom Wahnbild Europas zu befreien. Aber das ist nicht möglich.”

BESETZUNG
PETRA VON DER BEEK Sprecherin / Seherin
ALEXANDER GIER Niels / Larry / Seifert
FABIO MENÉNDEZ Lars / Pater / Stelemann
GABRIELLA WEBER Gitte
FELIX RÖMER Max Hartmann / Mann im Schlafanzug / Claes
DAGMAR GEPPERT Kat Hartmann
ALBERT BORK Leo Mesmer
STEFFEN REUBER Inspektor / Colonel Harris / Sigg
KLAUS HERZOG Onkel Kessler
RUPERT J. SEIDL Udo Kier Schauspieler / Siggi

TEAM
PHILIPP PREUSS Regie
HELMUT SCHÄFER Dramaturgie
KONNY KELLER Video
RAMALLAH AUBRECHT Bühne
KORNELIUS HEIDEBRECHT Musik
EVA KAROBATH Kostüm
TOBIAS STÖTTNER Regieassistenz
JOCHEN JAHNCKE Licht
FRANZ DUMCIUS Ton
SVEA MENNE Hospitanz
 
TERMINE
Premiere: 2021
 

 

ANNA KPOK UND DIE DINGE AUS EINER ANDEREN ZEIT

Schaubude Berlin (präsentiert von vier.ruhr)
Seltsames ereignet sich in den Theater und großen Versammlungsräumen während sie geschlossen bleiben. Geheimnisvolle Wesen huschen durch die leeren Räume und platzieren Dinge, die dort normalerweise nicht zu finden sind. Zeitgleich tauchen in den Straßen fremde Gestalten auf. Sie sprechen niemanden an, aber beobachten alles sehr genau. Die Abenteurerin und Detektivin Anna Kpok wird beauftragt, den Geheimnissen auf den Grund zu gehen.

»Anna Kpok und die Dinge aus einer anderen Zeit« ist ein Choose-Your-Own-Path-Theater-Text-Adventure des Theaterkollektivs Anna Kpok, mit Beiträgen von Collective Ma’louba, KGI, Retrofuturisten und weiterer Künstler*innen. Die exklusive Version für die Schaubude Berlin richtet sich an bis zu sechs Spieler*innen.

Die Veranstaltung findet online statt. 

TERMINE
Samstag, 30.01.2021, 20.00 Uhr
Sonntag, 31.01.2021, 16.00 und 20.00 Uhr
Samstag, 06.02.2021, 20.00 Uhr
Sonntag, 07.02.2021, 16.00 und 20.00 Uhr

https://vier.ruhr/spielplan/

OVERDOSE – THE SHOW OF PAIN AND JOY

KAINKOLLEKTIV / COLLECTIVE MA’LOUBA / BOAT PEOPLE PROJEKT
ONLINE-PERFORMANCE

Möchtest du uns in den Kaninchenbau folgen? Dort gibt es Geschichten und Momente zu entdecken. Manche gut. Manche schlecht. Manche nichts von beidem. Präsentiert von stimmlosen Sänger*innen, zerrissenen Schauspieler*innen und Nicht-Performer*innen. Eine theatrale Installation, in der Sie sich im eigenen Tempo bewegen können. In arabischer, englischer, französischer und deutscher Sprache.

Gemeinsam erschaffen die drei Theaterkollektive boat people projekt, Collective Ma’louba und kainkollektiv eine vielstimmige Performance.

TERMINE
Freitag, 18. Dezember 2020 | 20.00 Uhr PREMIERE
Samstag, 19. Dezember 2020 | 20.00 Uhr

INFO
Deutsch, Englisch, Arabisch und Französisch

ORT
Ringlokschuppen | Am Schloß Broich 38 | 45479 Mülheim an der Ruhr

https://www.ringlokschuppen.ruhr/produktionen/spielzeit-2020-2021/koproduktionen-2020-2021/overdose-the-show-of-pain-and-joy

Eröffnung vier.zentrale – Foto: Björn Stork

VIER.ZENTRALE

Die dezentrale heißt jetzt vier.zentrale! Die neue Mülheimer Theaterallianz vier.ruhr (Theater an der Ruhr, Mülheimer Theatertage „Stücke“, Ringlokschuppen Ruhr) verbündet sich mit dem Bildungsnetzwerk Innenstadt und der Silent University. Gemeinsam haben sie einen Raum für das Zusammenspiel von Theater, Stadt und Gesellschaft in der Mülheimer Innenstadt eröffnet. Ein zentraler Ort für Austausch, Gespräche, interkulturelle Begegnung und Kunst. Ein Ort für Integration und Beratung von Migrant*innen für Migrant*innen.

Eröffnung am 05.09.2020

TERMINE

https://vier.ruhr/vier-zentrale/

DAS DEKAMERON

Ein Virus kennt keine Grenzen. Aber die Grenzen werden geschlossen wie die Türen von Kinos und Theatern, Sportarenen und Spielplätzen, Cafés und Bars und zuletzt der Wohnungen. In dem Moment, wo wir der lebendigen Öffentlichkeit entsagen müssen, ziehen wir uns nicht auf uns selbst zurück, sondern wagen ein gemeinsames Experiment. Wir laden Künstler*innen ein, DAS DEKAMERON nach Boccaccio als digitales  Live-Theater frei zu umkreisen. In dieser Zeit begegnen sich die verschiedensten Künstler*innen der Mülheimer Theaterstadt in der Quarantäne. Die Frage, die sich aufdrängt: Was verbindet uns?

Kurz nachdem 1348 die Pest Florenz heimsuchte, veröffentlichte Giovanni Boccaccio seine Novellensammlung Das Dekameron. In der Rahmenerzählung flüchten sieben Frauen und drei Männer vor dem schwarzen Tod in ein Landhaus. Unfähig das Haus zu verlassen, beginnen sie sich gegenseitig Geschichten zu erzählen, in denen mit der wankenden Ordnung, neuen Liebesbeziehungen und sozialer Fantasie gespielt wird. Wir haben zehn künstlerische Teams, die Theater an der Ruhr, Ringlokschuppen Ruhr und den Mülheimer Theatertagen nahestehen, dazu eingeladen, jeweils eine Folge der Serie zu gestalten. In unserer Pilotfolge stellen sich alle beteiligten Künstler*innen vor und geben einen Eindruck davon, wie es in den kommenden Wochen zugehen könnte. Das Projekt ist die Vision einer ausufernden Interdisziplinarität, bei der Schauspieler*innen, Performer*innen, Autor*innen, Künstler*innen, Denker*innen, Träumer*innen, Menschen aus unterschiedlichsten Städten und aus verschiedenen Ländern über elf Wochen hinweg im virtuellen Raum zusammenkommen und live eine eigene Welt entwerfen.

Dabei sind unter anderem: Martin Ambara, CocoonDance, Roberto Ciulli, Albrecht Hirche, Caren Jeß, kainkollektiv, K-G-I, Anna Kpok, Konstantin Küspert, Ma’louba, Mehdi Moradpour, Philipp Preuss, Nele Stuhler, sputnic, subbotnik sowie das Ensemble des Theater an der Ruhr.

Digitales Livetheater

10 Folgen, Donnerstags um 21 Uhr
Pilotfolge: 16. April 2020, 21 Uhr
23. April 2020, 21 Uhr
30. April 2020, 21 Uhr
07. Mai 2020, 21 Uhr
14. Mai 2020, 21 Uhr
21. Mai 2020, 21 Uhr
28. Mai 2020, 21 Uhr
04. Juni 2020 , 21 Uhr
11. Juni 2020 , 21 Uhr
18. Juni 2020 , 21 Uhr
25. Juni 2020 , 21 Uhr

https://vier.ruhr/

StückeWerkstatt

Im Rahmen der StückeWerkstatt arbeiten 4 Autor*innen gemeinsam mit 4 Regisseur*innen frei von Zeit- und Konkurrenzdruck an einem Theatertext und dessen Umsetzung. Erfahrene Mentor*innen begleiten die Arbeit und renommierte Theaterhäuser geben den Tandems Raum, die Texte zu erproben.

Die Teilnehmer*innen der Mülheimer StückeWerkstatt 2020/21 sind:

Caren Jeß mit Petra Schönwald, Partner-Theater: Schauspiel Stuttgart

Anne Lepper mit Alia Luque, Partner-Theater: Schauspiel Hannover

Mehdi Moradpour mit Rieke Süßkow, Partner-Theater: Schauspielhaus Wien

Nele Stuhler mit Franz Xaver Mayr, Partner-Theater: Residenztheater München

Ein Projekt der Mülheimer Theatertage „Stücke“ in Zusammenarbeit mit dem Drama Forum Graz und dem Deutschen Literaturfonds e. V.

https://vier.ruhr/projekte/

Römer, Herzog  © Fersterer

UNTERWERFUNG / GEGEN DEN STRICH

Houllebecq // Huysmans

Verzweifelt und zynisch haben Jean Floressas Des Esseintes, magenkranker Adelsspross mit Hang zum Spleen, und Francois, abgehalfterter Professor für Literatur mit Vorliebe für junge Studentinnen, mit der Welt abgeschlossen. Die Protagonisten aus

Joris-Karl Huysmans Dekadenzroman „Gegen den Strich“ (1884) und Michel Houellebecqs Skandalroman „Unterwerfung“ (2015) sitzen beide an reich gedeckter Tafel und doch verzehren sie sich nach etwas, das ihren Hunger nach Sinn stillt. Während der eine
dabei den radikalen Rückzug aus der Gesellschaft zelebriert, sieht sich der andere einem fundamentalen Systemwandel unter dem Vorzeichen des politischen Islam gegenüber.
Ein europäisches Menü in zwei Zeiten und fünf Gängen.

Regie: Philipp Preuss

27.02.2020, 19:30 Uhr
28.02.2020, 19:30 Uhr
29.02.2020, 19:30 Uhr
05.03.2020, 19:30 Uhr
06.03.2020, 19:30 Uhr
07.03.2020, 19:30 Uhr

Titanic Ensemble Herzog © F. Götzen

DER UNTERGANG DER TITANIC

Eine Komödie

von Hans Magnus Enzensberger

Zwei Stunden und vierzig Minuten dauerte 1912 der tatsächliche Untergang der Titanic, zuvor als Wunderwerk der Technik gefeiert, als Inkarnation des Fortschritts und noch heute geht dieser Dampfer immer wieder unter. Hans Magnus Enzensberger beschreibt in dreiunddreißig Gesängen diesen Untergang in verschiedenen Zeiten zwischen 1912 und 1978, als der Autor den Text beendete. Ebenso wechseln die Orte: Berlin, Havanna, dort hatte der Autor Ende der sechziger Jahre einige Monate verbracht, und auf den verschiedenen Decks der Titanic, die die sozialen Klassen auf dem Schiff trennten und damit auch die Chancen, auf eines der Rettungsboote zu gelangen.

Die Komödie ist ebenso ein Geisterschiff, die wie die untergehende Titanic durch die Jahrzehnte fährt und fährt – bis heute.

TEAM

Regie PHILIPP PREUSS
Bühne RAMALLAH AUBRECHT
Dramaturgie SVEN SCHLÖTCKE
Kostüm EVA KAROBATH
Video KONNY KELLER
Licht JOCHEN JAHNCKE
Musik KORNELIUS HEIDEBRECHT
Musik HENNING NIERSTENHÖFER
Regieassistenz TOBIAS STÖTTNER

BESETZUNG

PETRA VON DER BEEK, SIMONE THOMA, DAGMAR GEPPERT, GABRIELLA WEBER, ALBERT BORK, GÜNTHER HARDER, KLAUS HERZOG, FABIO MENÉNDEZ, STEFFEN REUBER,  RUPERT J. SEIDL

TERMINE

15.11.2019, 19:30 Uhr
23.11.2019, 19:30 Uhr
24.11.2019, 18:00 Uhr
28.11.2019, 19:30 Uhr
30.11.2019, 19:30 Uhr
29.12.2019, 18:00 Uhr

https://www.theater-an-der-ruhr.de/repertoire/der-untergang-der-titanic