MÜLHEIM A. D. RUHR

StückeWerkstatt

Zusätzlich zum Wettbewerb um den Mülheimer Dramatikpreis und den Mülheimer KinderStückePreis gibt es ab sofort die Mülheimer StückeWerkstatt. Hier arbeiten Autor*innen gemeinsam mit Regisseur*innen frei von Zeit- und Konkurrenzdruck an einem Theatertext und dessen Umsetzung. Dabei können sie sich immer wieder über theoretische und praktische Fragen des Schreibens für Theater austauschen. Erfahrene Mentor*innen begleiten die Arbeit. Renommierte Theaterhäuser geben den Text-Regie-Tandems die Möglichkeit, das entstehende Stück frühzeitig auf sein szenisches Potenzial hin zu testen. Mit den Schauspieler*innen des Partner-Theaters entwickeln die Tandems Werkstattaufführungen, die sie dann bei den „Stücken 2021“ in Mülheim präsentieren.

Die Teilnehmer*innen der Mülheimer StückeWerkstatt 2020/21 sind:

Caren Jeß mit Petra Schönwald, Partner-Theater: Schauspiel Stuttgart

Anne Lepper mit Alia Luque, Partner-Theater: Schauspiel Hannover

Mehdi Moradpour mit Rieke Süßkow, Partner-Theater: Schauspielhaus Wien

Nele Stuhler mit Franz Xaver Mayr, Partner-Theater: Residenztheater München

Bereits im März beginnt die 14-monatige Werkstatt mit einem ersten Treffen in Mülheim. Auch während der „Stücke 2020“ sind die Text-Regie-Tandems in Mülheim und können die vielfältigen Möglichkeiten des Festivals nutzen.

Eine Veranstaltung der Mülheimer Theatertage „Stücke“ in Zusammenarbeit mit dem Drama Forum Graz und dem Deutschen Literaturfonds e. V.

https://www1.muelheim-ruhr.de/kunst-kultur/theater/stuecke/stueckewerkstatt/167243

UNTERWERFUNG / GEGEN DEN STRICH

Houllebecq // Huysmans

Verzweifelt und zynisch haben Jean Floressas Des Esseintes, magenkranker Adelsspross mit Hang zum Spleen, und Francois, abgehalfterter Professor für Literatur mit Vorliebe für junge Studentinnen, mit der Welt abgeschlossen. Die Protagonisten aus

Joris-Karl Huysmans Dekadenzroman „Gegen den Strich“ (1884) und Michel Houellebecqs Skandalroman „Unterwerfung“ (2015) sitzen beide an reich gedeckter Tafel und doch verzehren sie sich nach etwas, das ihren Hunger nach Sinn stillt. Während der eine
dabei den radikalen Rückzug aus der Gesellschaft zelebriert, sieht sich der andere einem fundamentalen Systemwandel unter dem Vorzeichen des politischen Islam gegenüber.
Ein europäisches Menü in zwei Zeiten und fünf Gängen.

Regie: Philipp Preuss

27.02.2020, 19:30 Uhr
28.02.2020, 19:30 Uhr
29.02.2020, 19:30 Uhr
05.03.2020, 19:30 Uhr
06.03.2020, 19:30 Uhr
07.03.2020, 19:30 Uhr

Titanic Ensemble Herzog © F. Götzen

DER UNTERGANG DER TITANIC

Eine Komödie

von Hans Magnus Enzensberger

Zwei Stunden und vierzig Minuten dauerte 1912 der tatsächliche Untergang der Titanic, zuvor als Wunderwerk der Technik gefeiert, als Inkarnation des Fortschritts und noch heute geht dieser Dampfer immer wieder unter. Hans Magnus Enzensberger beschreibt in dreiunddreißig Gesängen diesen Untergang in verschiedenen Zeiten zwischen 1912 und 1978, als der Autor den Text beendete. Ebenso wechseln die Orte: Berlin, Havanna, dort hatte der Autor Ende der sechziger Jahre einige Monate verbracht, und auf den verschiedenen Decks der Titanic, die die sozialen Klassen auf dem Schiff trennten und damit auch die Chancen, auf eines der Rettungsboote zu gelangen.

Die Komödie ist ebenso ein Geisterschiff, die wie die untergehende Titanic durch die Jahrzehnte fährt und fährt – bis heute.

TEAM

Regie PHILIPP PREUSS
Bühne RAMALLAH AUBRECHT
Dramaturgie SVEN SCHLÖTCKE
Kostüm EVA KAROBATH
Video KONNY KELLER
Licht JOCHEN JAHNCKE
Musik KORNELIUS HEIDEBRECHT
Musik HENNING NIERSTENHÖFER
Regieassistenz TOBIAS STÖTTNER

BESETZUNG

PETRA VON DER BEEK, SIMONE THOMA, DAGMAR GEPPERT, GABRIELLA WEBER, ALBERT BORK, GÜNTHER HARDER, KLAUS HERZOG, FABIO MENÉNDEZ, STEFFEN REUBER,  RUPERT J. SEIDL

TERMINE

15.11.2019, 19:30 Uhr
23.11.2019, 19:30 Uhr
24.11.2019, 18:00 Uhr
28.11.2019, 19:30 Uhr
30.11.2019, 19:30 Uhr
29.12.2019, 18:00 Uhr

https://www.theater-an-der-ruhr.de/repertoire/der-untergang-der-titanic/