MÜLHEIM A. D. RUHR

© Robin Junicke

COMMUNITY THEATERPROJEKT - THEATER DER GEMEINSCHAFT

Inszenierung der neuen Afrikanischen Diaspora (NAD)

Theater ist dazu in der Lage, zu unterhalten, das Bewusstsein für gesellschaftliche Schieflagen zu schärfen und dazu anzuregen, das eigene Verhalten zu überdenken. Es wird ein kommunales Theaterstück entwickelt und auf die Bühne gebracht, basierend auf der Prämisse, die die Silent University Ruhr verfolgt: dass das Theater der Gemeinschaft die aktuellen sozialen und politischen Bedingungen in den Communities der Neuen Afrikanischen Diaspora thematisiert. Die gemeinschaftliche Entwicklung eines Bühnenstücks kann ein wirkungsvolles Instrument sein, um soziale Streitpunkte offen darzulegen und zu diskutieren. Durch Einbeziehung der Community und verschiedene Ansätze der Betrachtung – ökologisch, kulturell, politisch, sozioökonomisch –  wird das Publikum einbezogen und kann leicht einen Bezug zu sich selbst und der eigenen Situation herstellen. Die Silent University Ruhr möchte damit ihr Interesse für Theater als Mittel wecken, um eigene Standpunkte zu vertreten, für diese zu sensibilisieren und sich darauf aufbauend zusammenzuschließen, um Veränderungen zu bewirken.

Regie: Edith Voges Nana Tchuinang

Das Projekt wird jeden zweiten und letzten Sonntag eines Monats stattfinden. Die Teilnahme an dem Community Theaterprojekt ist nur für die Afrikanische Diaspora gedacht.

Regie: Philipp Preuss

24.04.2022, 15:00 Uhr

Römer, Herzog  © Fersterer

UNTERWERFUNG / GEGEN DEN STRICH

Houllebecq // Huysmans

Verzweifelt und zynisch haben Jean Floressas Des Esseintes, magenkranker Adelsspross mit Hang zum Spleen, und Francois, abgehalfterter Professor für Literatur mit Vorliebe für junge Studentinnen, mit der Welt abgeschlossen. Die Protagonisten aus

Joris-Karl Huysmans Dekadenzroman „Gegen den Strich“ (1884) und Michel Houellebecqs Skandalroman „Unterwerfung“ (2015) sitzen beide an reich gedeckter Tafel und doch verzehren sie sich nach etwas, das ihren Hunger nach Sinn stillt. Während der eine
dabei den radikalen Rückzug aus der Gesellschaft zelebriert, sieht sich der andere einem fundamentalen Systemwandel unter dem Vorzeichen des politischen Islam gegenüber.
Ein europäisches Menü in zwei Zeiten und fünf Gängen.

Regie: Philipp Preuss

23.04.2022, 19:30 Uhr, Theater an der Ruhr
24.04.2022, 18:00 Uhr, Theater an der Ruhr

HERAUSFORDERUNGEN DES DIGITALEN WANDELS WÄHREND COVID-19

Diskurs | Silent University Ruhr

Die Silent University Ruhr bietet in den kommenden Monaten ein Schulungsprogramm zum Umgang mit Computern und digitalen Technologien an, das Vorträge, Kurse und Workshops umfasst. Zum Einstieg in die Thematik findet ein Vortrag mit anschließender Diskussion in der vier.zentrale statt. Die Covid -19 Pandemie hat die Wirtschaft, die Politik, die Medizin und fast alle Formen sozialen Zusammenlebens seit 2020 lahmgelegt. In vielen Bereichen des alltäglichen Lebens konnten wir nicht weitermachen wie bisher. Gleichzeitig machen es digitale Technologien immer einfacher, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben oder von zu Hause aus zu arbeiten.

Über das Internet ist es möglich, durch Schrift, Sprache, Video, und andere Formen des Medienaustauschs zu kommunizieren und in Kontakt zu bleiben. Weltweit und branchenübergreifend haben sich Organisationen und Unternehmen digital neu aufgestellt, um den Bedarfen ihrer Kund*innen, Netzwerken und Interessengruppen gerecht zu werden. Auch nach der COVID-19-Krise und für die Zukunft wird es von entscheidender Bedeutung bleiben, mit dem Wandel zu einer zunehmenden Digitalisierung Schritt zu halten. 

Neben den Chancen der digitalen Transformation sehen wir zugleich die Gefahr, dass gerade Migrant*innen, Neuzugewanderte und Geflüchtete ihre Fähigkeiten im Umgang mit modernen Technologien auffrischen und vertiefen müssen. Es besteht die Gefahr, dass sie den Herausforderungen des digitalen Wandels nicht vollständig gewachsen sind. Deshalb bietet die Silent University Ruhr ein Schulungsprogrammen an, das Vorträge, Kurse und Workshops zur Verbesserung ihrer digitalen Fähigkeiten umfasst. Es ist notwendig, Migrant*innen zu befähigen, digitale Nachhaltigkeit und Neuanpassung während der Covid-Krise und darüber hinaus zu erreichen, um ihnen die vollständige wirtschaftliche und soziale Integration in der heutigen deutschen Gesellschaft zu erleichtern.

TERMIN
Sa., 23.04.2022, 15.00 Uhr 

RALPH HAMMERTHALER’S ZEIT FÜR ZUKUNFT #18 DIE TECHNIK UND DIE SCHWÄCHE

Diskurs und Konzert

Gerne sehen wir in der technischen Entwicklung nichts als Fortschritt und Hoffnung. Das ist auch jetzt wieder so, da Wirtschaft und Gesellschaft angesichts des Klimawandels vor großen Herausforderungen stehen. Mit Hilfe von Technik sollen sie bewältigt werden. Gleichzeitig aber sind eine ganze Reihe von Erfindungen als zumindest ambivalent einzustufen. Es gilt also Vor- und Nachteile abzuwägen, nicht selten ein schwer kalkulierbares Risiko zu bewerten. Über Fragen der Technikfolgenabschätzung wollen wir mit Armin Grunwald, Professor für Technikphilosophie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Chef des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag,  ins Gespräch kommen und uns der ethischen Tragweite bewusst werden.

Kaleo Sansaa ist eine Künstlerin, die das Publikum mit ihrem einzigartigen Sound sofort in den Bann zieht: echt, ehrlich und meditativ. Solar-Based HipHop ist der reine Ausdruck der Seele und zeichnet sich vor allem durch hypnotisierende, experimentelle HipHop-Beats aus.

TERMIN
So., 10.04.2022, 18.00 Uhr 

RASSISMUS GEGEN OSTASIATISCH GELESENE MENSCHEN

Workshop

In diesem Workshop geht es um die Geschichte und Merkmale von Rassismus. Genauer um Rassismus, der gegen ostasiatisch gelesene Menschen vor und während der Corona-Pandemie gerichtet ist. Dabei sollen vor allen Dingen auch die Auswirkungen von und Widerstandskämpfe gegen Rassismus betrachtet werden.
Im Anschluss an einen einführenden Vortrag wird es eine Fragerunde geben. Danach öffnen wir mehrere Breakout-Räume, u. a. einen Raum zu der Frage „Wie kann ich antirassistisch sein?“ und einen Raum für Menschen mit eigenen Rassismuserfahrungen, um sich austauschen und vernetzen zu können.

TERMIN
Mi., 02.04.2022, 11.00 bis 16.00 Uhr, vier.zentrale

Titanic Ensemble Herzog © F. Götzen

DER UNTERGANG DER TITANIC

Eine Komödie

von Hans Magnus Enzensberger

Zwei Stunden und vierzig Minuten dauerte 1912 der tatsächliche Untergang der Titanic, zuvor als Wunderwerk der Technik gefeiert, als Inkarnation des Fortschritts und noch heute geht dieser Dampfer immer wieder unter. Hans Magnus Enzensberger beschreibt in dreiunddreißig Gesängen diesen Untergang in verschiedenen Zeiten zwischen 1912 und 1978, als der Autor den Text beendete. Ebenso wechseln die Orte: Berlin, Havanna, dort hatte der Autor Ende der sechziger Jahre einige Monate verbracht, und auf den verschiedenen Decks der Titanic, die die sozialen Klassen auf dem Schiff trennten und damit auch die Chancen, auf eines der Rettungsboote zu gelangen.

Die Komödie ist ebenso ein Geisterschiff, die wie die untergehende Titanic durch die Jahrzehnte fährt und fährt – bis heute.

TEAM

Regie PHILIPP PREUSS
Bühne RAMALLAH AUBRECHT
Dramaturgie SVEN SCHLÖTCKE
Kostüm EVA KAROBATH
Video KONNY KELLER
Licht JOCHEN JAHNCKE
Musik KORNELIUS HEIDEBRECHT
Musik HENNING NIERSTENHÖFER
Regieassistenz TOBIAS STÖTTNER

BESETZUNG

PETRA VON DER BEEK, SIMONE THOMA, DAGMAR GEPPERT, GABRIELLA WEBER, ALBERT BORK, GÜNTHER HARDER, KLAUS HERZOG, FABIO MENÉNDEZ, STEFFEN REUBER,  RUPERT J. SEIDL

TERMINE

01.04.2022, 19:30 Uhr, Theater an der Ruhr
02.04.2022, 19:30 Uhr, Theater an der Ruhr
03.04.2022, 18:00 Uhr, Theater an der Ruhr

https://vier.ruhr/der-untergang-der-titanic/

Asia Bistro: the next pacific.
2019. Hien Hoang

ASIA BISTRO - MADE IN RICE, SOYA AND SLIT EYES (2022)

Lachs mit Schlitzaugen und Nudeln durch die Ohren – in ihrem Langzeitprojekt „Asia Bistro – Made in Rice“ untersucht Hien Hoang das Zusammenspiel von Essen, Identität und Klischees gegenüber der Asiatischen Kultur im Westen. Durch die Kombination von Fotografie, Performance und Installation will sie stereotype Vorstellungen provozieren und Gegenbilder schaffen.
In der Installation Asia Bistro: Made in Rice, Soya and slit eyes, die speziell für diese Ausstellung konzipiert wurde, hat Hien Hoang verschiedene Bühnen aufgebaut, die dem Publikum eine offene Erfahrung bieten.

TERMIN
Do., 24.03.2022, 19.00 Uhr, Vernissage + Artist Talk
Fr., 25.03.2022 – Do., 07.04.2022, Ausstellung

RASSISMUS GEGEN OSTASIATISCH GELESENE MENSCHEN

Warm-up Workshop

In diesem Workshop geht es um die Geschichte und Merkmale von Rassismus. Genauer um Rassismus, der gegen ostasiatisch gelesene Menschen vor und während der Corona-Pandemie gerichtet ist. Dabei sollen vor allen Dingen auch die Auswirkungen von und Widerstandskämpfe gegen Rassismus betrachtet werden.
Im Anschluss an einen einführenden Vortrag wird es eine Fragerunde geben. Danach öffnen wir mehrere Breakout-Räume, u. a. einen Raum zu der Frage „Wie kann ich antirassistisch sein?“ und einen Raum für Menschen mit eigenen Rassismuserfahrungen, um sich austauschen und vernetzen zu können.

TERMIN
Mi., 23.03.2022, 18.30 Uhr, online 

Fotograf: Björn Stork

VOICES FROM THE SILENT UNIVERSITY #4

Lesung

Die Teilnehmerinnen des Autobiographie-Projekts des Interkulturellen Frauen Empowerment Netzwerk der Silent University Ruhr laden euch, eure Familien und Freundinnen ganz herzlich zu einer Reihe von Lesungen mit eigenen Texten ein. Die Texte werden jeweils auf Deutsch, Arabisch und Englisch vorgetragen und erlauben einen direkten, persönlichen Einblick in das Leben der Autorinnen. Die Lesungen vermitteln dem Publikum einen Eindruck, wie sie durch ihre Erfahrungen als Migrantinnen und Frauen geprägt wurden. Durch ihre Autorinnenschaft positionieren sich die Frauen gegenüber der Welt. In der einladenden Atmosphäre der vier.zentrale, in der das Netzwerk beheimatet ist, möchten sie sich mit anderen Autor*innen und dem Publikum austauschen. Im März lesen Nada Mahmoud und Bridget Fonkeu für uns aus ihren Texten.

TERMIN
Sa., 19.03.2022 15.00 Uhr

RALPH HAMMERTHALER'S ZEIT FÜR ZUKUNFT, 7 NEUE BAUKULTUR (NACHHALTIGKEIT BEDINGT HALTUNG)

Diskurs und Konzert

In Europa verbrauchen Gebäude 40 Prozent unserer Energie, und sie stehen für 36 Prozent unseres CO2-Ausstoßes. Durch Quartiersansätze versucht Lamia Messari-Becker, neue Wege aufzuzeigen, immer darauf bedacht, sie sozialverträglich zu gestalten und die Menschen zu überzeugen. In einem Essay über den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung zitiert sie als Warnung Karl Valentin: „Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut.“
Lamia Messari-Becker, Bauingenieurin, ist Professorin für Gebäudetechnologie und Bauphysik an der Universität Siegen. Sie fordert seit Langem eine grundsätzlich andere Baupolitik, um den Herausforderungen des Klimawandels wirkungsvoll zu begegnen. 2020 wurde sie in den Club of Rome aufgenommen. 

Gîn Bali ist Gitarristin, Sängerin, Musikpädagogin, Veranstalterin, DJ und Producer. Ihre Sounds sind geprägt von ihrer persönlichen Auseinandersetzung ihres diasporischen Ichs, das sich eigentlich jede Stunde neu für sie definiert.

TERMIN
So., 13.03.2022, 18.00 Uhr 

VOM GEDANKEN BIS ZUR VERÖFFENTLICHUNG #3 DEFRAG ZINE, GLITTER & TRANSCODIERT

Lesung

Nach zwei Lesungen bei uns treffen sich drei Magazine online, um sich auszutauschen: Weshalb führte ihr Weg zur Selbstorganisation? Wie ist es, zwischen eigenem künstlerischen Dasein und der Rolle als Herausgeber*in zu balancieren? Mit diesem Podium ist das Ziel angestrebt, dass noch mehr Stimmen organisiert und gehört werden können.
defrag ist ein feministisches Zine-Kollektiv aus Düsseldorf an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Die Glitter – die Gala der Literaturzeitschriften ist ein Literaturmagazin, das seit 2017 dezidiert queeren Autor*innen und Texten, jährlich erscheinend, eine Plattform bietet und bisher in ausgewählten Läden Österreichs, der Schweiz und Deutschlands, sowie per online-shop erhältlich ist, um so die queere Literatur-Szene zu stärken. Transcodiert versteht sich als (notwendige) Ergänzung der Literaturszene und des etablierten Literaturbetriebs. Es ist eine Publikation queerer literarischer Werke und eine Plattform für den künstlerischen Ausdruck von trans*, inter*, nicht-binären*, queeren* und questioning Personen.

TERMIN
FR.,11.03.2022 19.00 Uhr, online

VOM GEDANKEN BIS ZUR VERÖFFENTLICHUNG #2 – TRANSCODIERT

Lesung

Nach der Auftaktslesung mit defrag zine im Februar setzen wir die Reihe mit Transcodiert fort. Das junge Magazin hat sich vorgenommen, Stimmen zu versammeln, die ihre eigenen Geschichte schreiben und damit ganz für sich selbst sprechen.
Transcodiert ist ein neues Literaturmagazin mit Texten, Illustrationen und Fotografien von trans*inter*, nicht-binären*, queeren* und questioning Personen. Die Texte der Ausgabe #1 von Transcodiert sollen unsere Existenz herausschreien, sie zart ausbuchstabieren
und uns davon befreien, nur ganz bestimmte Geschichten erzählen zu dürfen. Mit Transcodiert wollen wir Lebensrealität, Ehrlichkeit, Widerstand, Schmerz und Liebe in künstlerischer Form abbilden. Eine Lesung
ermöglicht es, die Texte, in dem empowernden Moment des Vortragens, erfahrbarer und spürbarer zu machen. Die Texte bekommen, gelesen von den Autor*innen, eine persönlichere und intensivere Bedeutung.

Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt. Es gilt die 2G+ – Regelung. Unsere Zeitschrift ist ein queeres Literaturmagazin. Wir bitten euch, achtsam mit euren Privilegien umzugehen und ein Bewusstsein/ Awareness für Q*TIBIPOC*, F*LINTA mitzubringen.

TERMIN
Sa.,05.03.2022 19.00 Uhr

Fotograf: Björn Stork

VOICES FROM THE SILENT UNIVERSITY #3

Die Teilnehmerinnen des Autobiographie-Projekts des Interkulturellen Frauen Empowerment Netzwerk der Silent University Ruhr laden euch, eure Familien und Freundinnen ganz herzlich zu einer Reihe von Lesungen mit eigenen Texten ein. Die Texte werden jeweils auf Deutsch, Arabisch und Englisch vorgetragen und erlauben einen direkten, persönlichen Einblick in das Leben der Autorinnen. Die Lesungen vermitteln dem Publikum einen Eindruck, wie sie durch ihre Erfahrungen als Migrantinnen und Frauen geprägt wurden. Durch ihre Autorinnenschaft positionieren sich die Frauen gegenüber der Welt. In der einladenden Atmosphäre der vier.zentrale, in der das Netzwerk beheimatet ist, möchten sie sich mit anderen Autor*innen und dem Publikum austauschen. Im Februar erweisen uns Zarlasht Sadiqui und Mariam Mohammed Al-Ali die Ehre und teilen ihre Geschichten mit uns.

TERMIN
Sa., 26.02.2022 15.00 Uhr

privat

FATUMA MUSA AFRAH: TOGETHER, WE RISE!

Fatuma Musa Afrah kommt nach Mülheim, um sich über ihre aktivistischen Erfahrungen sowie Expertisen bezüglich Frauen Empowerment sowie Gründung mit Menschen aus der Region auszutauschen. Diese Veranstaltung wird in zwei Teilen präsentiert. Im ersten Teil wird Afrah eine Keynote präsentieren und interaktiv mit Zuschauer*innen ins Gespräch kommen. Im zweiten Teil leitet sie den Austausch mit den Anwesenden und wird über diverse Themen sprechen, u. a. Frauenrecht, den Netzwerkaufbau und wie Rassismus und Diskriminierung mit der Politik aktiv bekämpft werden können.

Afrah ist eine preisgekrönte Menschen- und Frauenrechtsaktivistin. Sie hat den Brandenburger Verein United Actions Women and Girls e.V. gegründet und setzt sich vor allem für ‘Newcomer*innen’ ein. Afrah bevorzugt das Wort gegenüber ‘Flüchtlingen’, da sie die mit dem Begriff verbundene Diskriminierung ablehnt. Sie ist außerdem Autorin.

TERMIN
Sa., 19.02.2022, 15.00 Uhr 

RALPH HAMMERTHALER'S ZEIT FÜR ZUKUNFT, #16 DIE GROßE TRANSFORMATION

Der Klimawandel stellt die Wirtschaft vor nicht leicht zu bewältigende Herausforderungen. Soll das Ziel der CO2-Neutralität erreicht werden, müssen noch in diesem Jahrzehnt entscheidende Maßnahmen ergriffen werden. Als zentral gilt die Orientierung an erneuerbaren Energien. Für die Produktion mit grünem Wasserstoff muss die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden. Aber auch Fragen der neuen Arbeitswelt, der Mobilität und der Sanierung von Gebäuden spielen eine Rolle. Inwieweit kann Digitalisierung diesen Prozess unterstützen? Welche politischen Instrumente sind nötig, auch jenseits von steigenden CO2-Preisen und Öko-Fonds auf dem Finanzmarkt? Wie lassen sich Tricks des Greenwashing verhindern? Über die große Transformation wollen wir mit einem renommierten Experten ins Gespräch kommen: Andreas Löschel, Professor für Umwelt-/Ressourcenökonomik und Nachhaltigkeit an der Ruhr-Universität Bochum, der u. a. an den letzten beiden Berichten des Weltklimarats (IPCC) als Leitautor mitwirkte.

Im Konzert singt Monita Wagma. Sie ist passionierte DJ, Radiomoderatorin & Islamwissenschaftlerin. Beruflich bewegt sie sich in der Demokratie- & Toleranzförderung. Privat lässt sie sich treiben: Von Sounds & Stories, die in ihren Sets aus verschiedenen Zeiten, Sprachen und Musikrichtungen zusammengestellt werden.

TERMIN
So., 13.02.2022, 18.00 Uhr 

Fotos (Uhrzeigersinn): Fatima Khan ©privat , Sarah Claire Wray ©Joanna Legid, Lisa Tracy Michalik ©Kunsthalle Düsseldorf, Katja Illner, Ina Holev © privat

VOM GEDANKEN BIS ZUR VERÖFFENTLICHUNG #1 defrag zine

Mit der Lesung von defrag aus Düsseldorf möchten wir die Reihe “Vom Gedanken bis zur Veröffentlichung” beginnen. Die Selbstpublikation ist oft eine wichtige Plattform für Autor*innen, die aus ihren marginalisierten Perspektiven erzählen möchten. Wir haben uns vorgenommen, 2022 Lesungen und Podien mit verschiedenen Publikationen, die ohne Verlage entstanden sind, zu präsentieren.

defrag zine ist ein feministisches Zine-Kollektiv aus Düsseldorf an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Es wird von Ina Holev, Lan Nguyen, Lisa Tracy Michalik und Jolande Hörrmann herausgegeben. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich u. a. mit Selbstreflektion, nicht-linearer Zeitlichkeit und sogenannter “Normalität.”

Autor*innen
Ina Holev 
Lisa Tracy Michalik 
Sarah Claire Wray

Moderation
Fatima Khan

TERMIN
Fr., 04.02.2022, 19.00 Uhr – Online

DIGITALITÄT: DIE AKTUELLE PRAXIS UND ZUKUNFTSVISIONEN

Die Digitalität ist spätestens seit dem Ausbruch der Pandemie nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Plötzlich bekommen viele spürbar mit, wie die digitale Technologie unser Leben bestimmt. Glücklicherweise hat die Situation den Vorteil, dass Fachleute barriereärmer mit interessierten Menschen ins Gespräch kommen können. So auch die Gäste des Podiums, das wir von vier.ruhr geplant haben. lala.ruhr sieht sich als ein Labor für die Landschaft der Metropole Ruhr und nutzt die digitale Technologie, um Zukunftsvisionen zu konkretisieren und zu veranschaulichen. Ilja Mirsky (Universität Tübingen) bewegt sich zwischen Theorie und Praxis und beschäftigt sich mit künstlicher Intelligenz. Helen Varley Jamieson arbeit seit über 20 Jahren im Bereich Cyberperformance und arbeitet schon lange dezentral. Zusammen mit unseren Gästen möchten wir erörtern, inwiefern der Weg in die Digitalität Chancen eröffnet, die wir vielleicht auch noch gar nicht erahnen können. Und gleichzeitig soll es auch um die Gefahren gehen – kommen wir hier jemals wieder raus?

TERMIN
Fr., 28.01.2022, 19.00 Uhr – Online

Foto: F. Götzen

EUROPA ODER DIE TRÄUME DES DRITTEN REICHS

1945. Nein, keine Stunde Null, die illusionäre, die Uhr tickte weiter, zumindest die historische, von Neuanfang konnte keine Rede sein. Als Schlafwagenschaffner fährt der junge Deutschamerikaner Leopold Kessler durch das surreale Deutschland der Nachkriegszeit, vorbei an verwüsteten Ortschaften und Landschaften voller Tristesse. Wie in einem Traum heiratet er in die Familie des Direktors seines Bahnunternehmens ein und befindet sich plötzlich mitten unter ehemaligen Nazis, Gruppierungen von Werwölfen, die gegen das Virus der Vergangenheit immer noch nicht immun sind und nicht hinnehmen wollen, dass der Krieg verloren war. Das Virus lebt fort. 

Der Abend verzahnt Lars von Triers Filme “Europa”, “Epidemic” und Charlotte Beradts Textsammlung “Das Dritte Reich des Traums” zu einer albtraumhaften Befragung unserer Gegenwart. Geschichte als Fiktion, Fiktion als Geschichte, Nazis und die Pest als ewige Wiedergänger. Eine Zugfahrt in unsere Vergangenheit der Zukunft der Vergangenheit. Eine theatrale Hypnose.

“Du willst aufwachen, um dich vom Wahnbild Europas zu befreien. Aber das ist nicht möglich.”

BESETZUNG

PETRA VON DER BEEK  Sprecherin / Seherin
ALEXANDER GIER Niels / Larry / Seifert
FABIO MENÉNDEZ Lars / Pater / Stelemann
GABRIELLA WEBER Gitte
FELIX RÖMER  Max Hartmann / Mann im Schlafanzug / Claes
DAGMAR GEPPERT Kat Hartmann
ALBERT BORK Leo Mesmer
STEFFEN REUBER Inspektor / Colonel Harris / Siggi
KLAUS HERZOG Onkel Kessler
RUPERT J. SEIDL Udo Kier Schauspieler / Siggi

TEAM
PHILIPP PREUSS Regie
HELMUT SCHÄFER Dramaturgie
KONNY KELLER Video
RAMALLAH AUBRECHT Bühne
KORNELIUS HEIDEBRECHT Musik
EVA KAROBATH Kostüm
TOBIAS STÖTTNER Regieassistenz
JOCHEN JAHNCKE Licht
FRANZ DUMCIUS Ton
SVEA MENNE Hospitanz

TERMINE
Sa. 15.01.2022, 20:00 Uhr | online auf dringeblieben.de
Sa. 29.01.2022, 19:30 Uhr | live im Theatersaal
Sa. 26.02.2022, 19:30 Uhr | live im Theatersaal

https://https://vier.ruhr/europa-oder-die-traeume-des-dritten-reichs-ua/.theater-an-der-ruhr.de/repertoire/europa-oder-die-traeume-des-dritten-reichs-ua/

DER MÜLLKOMPLEX RALPH HAMMERTHALER’S ZEIT FÜR ZUKUNFT #15

Betrachtet man die Abfallmenge als Spiegel des materiellen Wohlstands, dann hat Deutschland ein hohes Niveau erreicht: 416,5 Millionen Tonnen fielen 2019 an. In den letzten zwanzig Jahren hat sich Plastikmüll aus Verpackungen mehr als verdoppelt. Mit Katharina Istel (NABU Berlin), Katharina Lautsch (Theater an der Ruhr) und Henning Wilts (Wuppertal Institut) wollen wir über öffentliches Bewusstsein und nachhaltigen Konsum sprechen sowie die Chancen der Kreislaufwirtschaft erörtern. Max Prosa, ein Geschichtenerzähler an Gitarre und Klavier, begleitet diesen Abend mit seiner einzigartigen Mischung aus Musik und Gedichten.

TERMIN
So., 16.01.2022, 18.00 Uhr

Fotograf: Björn Stork

VOICES FROM THE SILENT UNIVERSITY #2

Die Teilnehmerinnen des Autobiographie-Projekts des Interkulturellen Frauen Empowerment Netzwerk der Silent University Ruhr laden euch, eure Familien und Freundinnen ganz herzlich zu einer Reihe von Lesungen mit eigenen Texten ein. Die Texte werden jeweils auf Deutsch, Arabisch und Englisch vorgetragen und erlauben einen direkten, persönlichen Einblick in das Leben der Autorinnen. Die Lesungen vermitteln dem Publikum einen Eindruck, wie sie durch ihre Erfahrungen als Migrantinnen und Frauen geprägt wurden. Durch ihre Autorinnenschaft positionieren sich die Frauen gegenüber der Welt. In der einladenden Atmosphäre der vier.zentrale, in der das Netzwerk beheimatet ist, möchten sie sich mit anderen Autor*innen und dem Publikum austauschen. Nach dem erfolgreichen Auftakt im Dezember lesen Claire Jutts und Sultana Beko im Januar vor.

TERMIN
Sa., 15.01.2022 15.00 Uhr

ÖKOZID RALPH HAMMERTHALER’S ZEIT FÜR ZUKUNFT #14

In seinem für die ARD gedrehten Spielfilm Ökozid (2020) stellt Andres Veiel die Bundesrepublik Deutschland vor Gericht, und zwar im Jahr 2034. Angeklagt von Staaten des globalen Südens, die an den Folgen des Klimawandels massiv zu leiden haben, müssen sich das Land und seine frühere Kanzlerin, die mittlerweile achtzigjährige Angela Merkel, vor dem in Berlin tagenden Internationalen Gerichtshof verantworten. Durch Lobbyismus und das Festhalten an der Wachstumsideologie seien, so der Vorwurf, notwendige Maßnahmen verhindert worden. „Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe,“ sagt Veiel, „ist der juristische Weg eine erste Antwort auf das Versagen der Politik.“ Andres Veiel, geboren 1959 in Stuttgart, zählt zu den profiliertesten deutschen Filmemachern, dessen Werke auf gründlicher Recherche beruhen. Besonders bekannt sind seine Dokumentarfilme Black Box BRDDie Spielwütigen und Beuys sowie seine Spielfilme Wer wenn nicht wir und Ökozid. Veiel steht für politisch engagierte Kunst und wurde dafür mit unzähligen Preisen ausgezeichnet.

TERMIN
So., 12.12.2021 16.00 Uhr

Fotograf: Floria Rüegg

PRAKTISCH GALAKTISCH

Vor dem Weltentor ins Unbekannte geht es ganz schön galaktisch zu! Hier steht ein Kaugummi kauender, gelangweilter Türsteher. Wie gelähmt lässt er eine Kaugummiblase nach der anderen platzen. Er scheint zu warten. Auf wen oder was, das weiß man nicht.

Plötzlich erscheint ein Mischwesen, nicht Mensch, nicht Tier, nicht Pflanze und doch von allem ein bisschen etwas. Irgendwie dazwischen halt. Es rappt zuckersüße Melodien und tanzt sich die Seele aus dem Leib. Das lustige bunte Viech lädt in seine abenteuerlichen Welten ein. Traust du dich mit? Na dann los! Es wird garantiert praktisch galaktisch!

TERMINE
Sa., 11.12.2021 16.00 Uhr, Ringlokschuppen Ruhr 
So., 12.12.2021 16.00 Uhr, Ringlokschuppen Ruhr 

Fotograf: Björn Stork

VOICES FROM THE SILENT UNIVERSITY #1

Im Anschluss an die erste Lesung von Fragmenten des laufenden Autobiografie-Projekts des Interkulturellen Frauen Empowerment Netzwerk kam die Idee zustande, mit einer Reihe von vier Lesungen in die vier.zentrale zurück zu kehren, da das Netzwerk in diesem Raum beheimatet ist. Die Schreibenden werden ihre eigene Geschichten erzählen und für sich selber sprechen. In der herzlichen Atmosphäre möchten sie sich mit anderen Autor*innen und dem Publikum austauschen. Für den Auftakt lesen Mona Alshabani und Lolita Agatep-Foy ihre Texte über ihre Identitäten vor und werden dabei musikalisch umrahmt. 

TERMIN
Sa., 04.12.2021 15.00 Uhr

Bildrechte: Jessica Arsenau

Jessica Arsenau DAWNS

Die Arbeit Dawns der kanadischen Künstlerin Jessica Arseneau beschäftigt sich mit dem Zustand der Schlaflosigkeit im Morgengrauen an der Schwelle zwischen Nacht und neuem Tag.
Während ihres einjährigen Aufenthalts als Residentin des Programms Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr drehte Jessica Arseneau mit Laiendarsteller*innen in den frühen Morgenstunden eine Reihe von One-Take-Videos in verschiedenen Umgebungen im Ruhrgebiet. Entstanden sind filmische Bilder, die an tableaux vivants erinnern und Personen zeigen, deren Müdigkeit sich über ihre Körperhaltung transportiert.
Im Rahmen einer Schaufensterausstellung in der Mülheimer Innenstadt sind einige Sequenzen des Projekts zu sehen; so auch in den Schaufenstern der vier.zentrale! 

TERMINE
Sa., 04.12.2021 00.00 Uhr – Mo., 13.12.2021, 00.00 Uhr 

INTELLIGENZ

Diskurs und Konzert

Worin liegen die Chancen, worin die Risiken von Künstlicher Intelligenz?  Die Rechenleistung von Computern hat sich dermaßen erhöht, dass KI in fast allen gesellschaftlichen Bereichen zur Anwendung kommt. Wie aber lassen sich Handlungen von fortgeschrittenen KI-Systemen noch nachvollziehen und kontrollieren, wenn sie selbstständig arbeiten und entscheiden? Darauf wollen wir Antworten finden mit Ute Schmid und ihrem Forschungsprojekt Erklärbare KI. 

Gästin: Prof. Dr. Ute Schmidt, Universität Bamberg
Musik: Schlakks, Rapper aus Dortmund

TERMINE
So., 14.11.2021 18.00 – 21.00 Uhr 

Foto: F. Götzen

EUROPA ODER DIE TRÄUME DES DRITTEN REICHS

1945. Nein, keine Stunde Null, die illusionäre, die Uhr tickte weiter, zumindest die historische, von Neuanfang konnte keine Rede sein. Als Schlafwagenschaffner fährt der junge Deutschamerikaner Leopold Kessler durch das surreale Deutschland der Nachkriegszeit, vorbei an verwüsteten Ortschaften und Landschaften voller Tristesse. Wie in einem Traum heiratet er in die Familie des Direktors seines Bahnunternehmens ein und befindet sich plötzlich mitten unter ehemaligen Nazis, Gruppierungen von Werwölfen, die gegen das Virus der Vergangenheit immer noch nicht immun sind und nicht hinnehmen wollen, dass der Krieg verloren war. Das Virus lebt fort. 

Der Abend verzahnt Lars von Triers Filme “Europa”, “Epidemic” und Charlotte Beradts Textsammlung “Das Dritte Reich des Traums” zu einer albtraumhaften Befragung unserer Gegenwart. Geschichte als Fiktion, Fiktion als Geschichte, Nazis und die Pest als ewige Wiedergänger. Eine Zugfahrt in unsere Vergangenheit der Zukunft der Vergangenheit. Eine theatrale Hypnose.

“Du willst aufwachen, um dich vom Wahnbild Europas zu befreien. Aber das ist nicht möglich.”

BESETZUNG

PETRA VON DER BEEK  Sprecherin / Seherin
ALEXANDER GIER Niels / Larry / Seifert
FABIO MENÉNDEZ Lars / Pater / Stelemann
GABRIELLA WEBER Gitte
FELIX RÖMER  Max Hartmann / Mann im Schlafanzug / Claes
DAGMAR GEPPERT Kat Hartmann
ALBERT BORK Leo Mesmer
STEFFEN REUBER Inspektor / Colonel Harris / Siggi
KLAUS HERZOG Onkel Kessler
RUPERT J. SEIDL Udo Kier Schauspieler / Siggi

TEAM
PHILIPP PREUSS Regie
HELMUT SCHÄFER Dramaturgie
KONNY KELLER Video
RAMALLAH AUBRECHT Bühne
KORNELIUS HEIDEBRECHT Musik
EVA KAROBATH Kostüm
TOBIAS STÖTTNER Regieassistenz
JOCHEN JAHNCKE Licht
FRANZ DUMCIUS Ton
SVEA MENNE Hospitanz

TERMINE
30.10.2021, 20:00 Uhr
31.10.2021, 13:00 Uhr
01.11.2021, 18:00, Uhr
11.11.2021, 19:30, Uhr
12.11.2021, 19:30 Uhr
13.11.2021, 19:30 Uhr
26.11.2021, 19:00, Uhr
27.11.2021, 19:30, Uhr
28.11.2021, 18:00 Uhr

https://www.theater-an-der-ruhr.de/repertoire/europa-oder-die-traeume-des-dritten-reichs-ua/

Foto: polynice

UNTER DEM TEPPICH

Installation und Performance / God’s Entertainment

Was wird unter den Teppich gekehrt in Deutschland und der gesamten europäischen Gemeinschaft? Diese Frage nehmen God’s Entertainment zum Anlass für eine künstlerische Recherche und die daraus resultierende Installation Unter dem Teppich. Letztes Jahr hat die Gruppe in der vier.zentrale einen Teppich (Ćilim) anfertigt, der die Europa-Flagge abbildet. Seine Fäden und seine Struktur aus Kett- und Schussfäden, die in einem komplexen Gewebe aufeinandertreffen, stehen symbolisch für gesellschaftliche Zusammenschlüsse und Menschen aller Art in Bewegung. Die Ausstellungsbesucher:innen können in Interaktion mit der Installation gehen.

TERMINE
Do. 28.10.2021 19 Uhr Performance, 20 Uhr Vernissage
Fr. 29.10. – So. 14.11.2021 jeweils 12-18 Uhr Ausstellung

StückeWerkstatt

Zusätzlich zum Wettbewerb um den Mülheimer Dramatikpreis und den Mülheimer KinderStückePreis gibt es nun die Mülheimer StückeWerkstatt. Hier arbeiten Autor:innen gemeinsam mit Regisseur:innen frei von Zeit- und Konkurrenzdruck an einem Theatertext und dessen Umsetzung. Dabei können sie sich immer wieder über theoretische und praktische Fragen des Schreibens für Theater austauschen. Erfahrene Mentor:innen begleiten die Arbeit. Renommierte Theaterhäuser geben den Text-Regie-Tandems die Möglichkeit, das entstehende Stück frühzeitig auf sein szenisches Potenzial hin zu testen. Mit den Schauspieler:innen des Partner-Theaters entwickeln die Tandems Werkstattaufführungen, die sie dann bei den „Stücken 2022“ in Mülheim präsentieren.

Nachdem der Start der StückeWerkstatt um ein Jahr verschoben werden musste, trafen die Teilnehmer:innen sich während der „Stücke 2021“ erstmals persönlich, um sich kennenzulernen und mit der gemeinsamen Arbeit zu beginnen. 

Eine Veranstaltung der Mülheimer Theatertage „Stücke“ in Zusammenarbeit mit dem Drama Forum Graz und dem Deutschen Literaturfonds e. V.

TEILNEHMER:INNEN
Caren Jeß mit Petra Schönwald, Partner-Theater: Schauspiel Stuttgart
Anne Lepper mit Alia Luque, Partner-Theater: Schauspiel Hannover
Mehdi Moradpour mit Rieke Süßkow, Partner-Theater: Schauspielhaus Wien
Nele Stuhler mit Franz Xaver Mayr, Partner-Theater: Residenztheater München

TERMINE
22. bis 25. Oktober 2021, 20:00 Uhr – Online Premiere

https://vier.ruhr/projekte/

EUROPA

Lars von Trier – Europa Trilogie

Die Europa Trilogie des dänischen Regisseurs Lars von Trier ist zwischen 1984 und 1991 erschienen. Sie besteht aus drei Filmen: The Element of Crime, Epidemic und Europa. Verbunden sind die Filme durch gemeinsame Motive und eine besondere stilistische Handschrift. Wie die Titel der Filme bereits vorwegnehmen, geht es um Verbrechen, Pandemien und europäische Geschichte. Dabei folgt jeder Film einem anderen idealistischen Charakter, der sich zwischen Wirklichkeit und Surrealismus bewegt. Es lohnt sich, diese Filme aus der heutigen Situation heraus neu anzusehen.

TERMIN
20.10.2021, 19:00 Uhr, vier.zentrale 

EPIDEMIC

Lars von Trier – Europa Trilogie

Die Europa Trilogie des dänischen Regisseurs Lars von Trier ist zwischen 1984 und 1991 erschienen. Sie besteht aus drei Filmen: The Element of Crime, Epidemic und Europa. Verbunden sind die Filme durch gemeinsame Motive und eine besondere stilistische Handschrift. Wie die Titel der Filme bereits vorwegnehmen, geht es um Verbrechen, Pandemien und europäische Geschichte. Dabei folgt jeder Film einem anderen idealistischen Charakter, der sich zwischen Wirklichkeit und Surrealismus bewegt. Es lohnt sich, diese Filme aus der heutigen Situation heraus neu anzusehen.

TERMIN
13.10.2021, 19:00 Uhr, vier.zentrale 

OLEANNA

Eine Gastproduktion von ONLY CONNECT!

Das Theaterensemble ONLY CONNECT! rückt mit der Produktion Oleanna die Frage in den Vordergrund, wie genau sich das sogenannte #mansplaining manifestiert. Wie kommuniziert #Mann, wie #Frau? Wer hat #Recht und kann man das eigentlich immer so genau sagen? Dozent John steht kurz vor seiner Revision zur Professur durch das Berufungskommittee der Universität. Als die verunsicherte Studentin Carol jedoch sein Büro betritt, gerät seine akademische Welt aus den Fugen.

Regie: Julie Stearns

TERMIN
09.10.2021, 19:30 Uhr, vier.zentrale 

THE ELEMENT OF CRIME

Lars von Trier – Europa Trilogie

Die Europa Trilogie des dänischen Regisseurs Lars von Trier ist zwischen 1984 und 1991 erschienen. Sie besteht aus drei Filmen: The Element of Crime, Epidemic und Europa. Verbunden sind die Filme durch gemeinsame Motive und eine besondere stilistische Handschrift. Wie die Titel der Filme bereits vorwegnehmen, geht es um Verbrechen, Pandemien und europäische Geschichte. Dabei folgt jeder Film einem anderen idealistischen Charakter, der sich zwischen Wirklichkeit und Surrealismus bewegt. Es lohnt sich, diese Filme aus der heutigen Situation heraus neu anzusehen.

TERMIN
06.10.2021, 19:00 Uhr, vier.zentrale 

WEIßE NÄCHTE – RETOUR NATUR

Alles anders seit geraumer Zeit. Auch die Weißen Nächte vom 13. bis zum 28. August 2021 werden anders als in den Jahren zuvor sein, erweitert zu einem fast dreiwöchigen Festival mit Theater, Konzerten, Poetry, Kunstparcours, Audiowalks und Expeditionen, Performances und Diskursen eröffnen sie die Spielzeit 2021/2022.

TERMINE
Freitag, 13. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.15 Uhr • Poetry “Bas Böttcher”
19.30 Uhr • Konzert “Martin Kohlstedt”
21.00 Uhr • Premiere “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss

Samstag, 14. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.00 Uhr • Expeditionen “Gedankengang mit Helmut Schäfer & Axel Freude (Förster)”
19.15 Uhr • Poetry “Bas Böttcher”
19.30 Uhr • Konzert “Ätna”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss
23.00 Uhr • Performance “The Life Story of Cornelius Johnson’s Olympic Oak & Other Matters of Survival”

Sonntag, 15. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.15 Uhr • Poetry “Bas Böttcher”
19.30 Uhr • Konzert “Hundreds”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss

Mittwoch, 18. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
19.00 Uhr • Expeditionen “Gedankengang mit Helmut Schäfer & Simone Schehka (Zoodirektorin Münster)”
19.00 Uhr • Expedition “Am Rand der Landstraße: Ein Drama Walk”
19.00 Uhr • Expedition “Musik aus der Zukunft: Eine Beuys-Hommage”
19.00 Uhr • Expedition “Organismendemokratie mit Club Real”
19.00 Uhr • Expedition “Im Unterland mit Klaus Herzog”
20.30 Uhr • Natur-Show “Mikroorgasmen überall mit Dominik Eulberg”

Donnerstag, 19. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.15 Uhr • Poetry “Jule Weber”
19.30 Uhr • Konzert “Lùisa”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow
Regie: Philipp Preuss

Freitag, 20. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.15 Uhr • Poetry “Jule Weber”
19.30 Uhr • Konzert “Lisa Morgenstern”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss

Samstag, 21. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
18.45 Uhr • Spezial / Chor-Intervention “Lettische Lieder”, Kammer- und Theaterchor der Petri-Kirche
19.15 Uhr • Poetry “Miedya Mahmod”
19.30 Uhr • Konzert “Carlos Cipa”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss
23.00 Uhr • Expedition “Musik aus der Zukunft: Eine Beuys-Hommage”

Sonntag, 21. August 2021
Ab 16.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
17.00 Uhr • Konzert “Szene Istanbul,  Jazzpiya”
18.30 Uhr • Diskurs “Türkische und europäische Politik: Can Dündar”
20.00 Uhr • Konzert “Klanglandschaft Kurdistan, Nizamettin Ariç Quartett”

Mittwoch, 25. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
19.00 Uhr • Expedition “Am Rand der Landstraße: Ein Drama Walk”
19.00 Uhr • Expedition “Musik aus der Zukunft: Eine Beuys-Hommage”
19.00 Uhr • Expedition “Organismendemokratie mit Club Real”
19.00 Uhr • Expedition “Im Unterland mit Klaus Herzog”
20.15 Uhr • Diskurs “Fabian Scheidler: Der Stoff aus dem wir sind”
21.15 Uhr • Konzert “Pantha du Prince”

Donnerstag, 26. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.00 Uhr • Expedition “Gedankengang mit Helmut Schäfer & Navid Kermani”
19.15 Uhr • Poetry “Florian Stein”
19.30 Uhr • Konzert & Lesung “Noma Omran & Rupert Seidl”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss

Freitag, 27. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.15 Uhr • Poetry “Florian Stein”
19.30 Uhr • Konzert “Martin Kohlstedt”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss

Samstag, 28. August 2021
Ab 18.00 Uhr • Ausstellung „Natur Retour“
18.00 Uhr • Performance “Unter Beobachtung: Amoesia vulgaris raffelbergensis”
19.00 Uhr • Expedition “Gedankengang mit Helmut Schäfer & Oliver Keymis (Politiker)”
19.15 Uhr • Poetry “Florian Stein”
19.30 Uhr • Konzert “Catt”
21.00 Uhr • Theater “Onkel Wanja. Into the trees”, Anton Tschechow, Regie: Philipp Preuss
23.00 Uhr • Konzert, “Alain Croubalian: The Plains”

https://weisse-naechte.theater-an-der-ruhr.de/kalender/

KULTUR DER VIELFALT

Chancen des Perspektivwechsels – Theater, Tanz, Performance, Workshops und Diskurs
Wie gelingt diversitätssensible Kulturarbeit? Neben dem Ausbau von regionalen Initiativen und Formaten ist die überregionale Vernetzung und Zusammenarbeit entscheidend, um den Ansatz der intersektionalen Diversität in den Darstellenden Künsten weiter voranzubringen. Dabei spielen solidarische Netzwerke, Bündnisse und Allianzen eine wichtige Rolle.
 
TERMINE
23.09.2021
17. 00 Uhr vier.zentrale: KULTUR DER VIELFALT – Begrüßung und Eröffnung mit Frederika Tsai (vier.ruhr) und Immanuel Bartz (PostHeimat Netzwerk)
17.30 Uhr vier.zentrale: „Der Weg in eine unterdrückungsfreie Welt“, Vortrag Dr. Emilia Roig (hybrid)
18.30 Uhr vier.zentrale: „Untitled“, Ausstellungseröffnung Amer Okdeh
19.30 Uhr vier.zentrale:1 Podium 1, „Eine Frage der Qualität? Kuratieren als antirassistische Praxis“ Mit: u.a. Rebecca Ajnwojner, Michaela Kuczinna, Dan Thy Nguyen
21.00 Uhr vier.zentrale: Bar und Musik mit DJ-Duo Finiq
 
24.09.2021
10:00 Uhr Probebühne, Theater an der Ruhr:  „Auf den Spuren des Rassismus“, ganztägiger Workshop mit: Katrin Konrad und Karina Lange
14:00 Uhr vier.zentrale: „One Language Project“, Präsentation Nawras e.V.
16:00 Uhr vier.zentrale: Podium 2, „Es passiert. Kuratieren neben der Institution“, mit: Association for Black Art_ists e.V. (ASBA), Labor für antirassistisches Kuratieren, Moderation: Johanna-Yasirra Kluhs, (Interkultur Ruhr)
18:30 Uhr Shuttle → Theater an der Ruhr, → vier.zentrale
19:30 Uhr Theater an der Ruhr: Premiere: Nathan.Death (UA), von Feridun Zaimoglu, Günter Senkel, Regie: Philipp Preuss, Choreographie: Nir de Volff
19:30 Uhr vier.zentrale: „Wenn das Leben (k)ein Theater ist“, Vortrag M Hasan Hera, Präsentiert von Silent University Ruhr
 
25. 09.2021
10:00 Uhr
Probebühne, Theater an der Ruhr:  „Power to the People“ ganztägiges Empowerment-Training mit Celia Diédhiou und Modou Diédhiou
10:00 Uhr vier.zentrale: „Mind the Trap*“ ganztägiger Workshop mit Golschan Ahmad Haschemi
17:15 Uhr Spaziergang / Shuttle → Ringlokschuppen
18:30 Uhr Ringlokschuppen Ruhr: HUNDERTPRO Festival Vol. III
u.a. mit Abdul Kader Chanin, Akasha Daley, Amjad, Caner Akdeniz, Emese Horti Tanztheater, Erika Ratcliffe, Clit Comedy Club, Yoland Morales
bis ca 24:00 h
 
26. 09.2021
12:00 Uhr Ringlokschuppen Ruhr: „Wessen Erinnerung zählt?“, Lesung Mark Terkessidis
13:30 Uhr Ringlokschuppen Ruhr: KULTUR DER VIELFALT
get-together Einladung mit allen teilnehmenden Kooperationspartner:innen
14:30 Uhr Shuttle → Theater an der Ruhr
15:00 Theater an der Ruhr: Collective Ma‘louba, Reine Formsache, von Mudar Alhaggi und Team, Regie: Waël Ali
 

2020/2021

Foto: Björn Stork | polynice

UR-HEIDI - EINE HEIM-SUCHUNG

Wie reicht das Schweigen über den Nationalsozialismus in Täter*innen-Familien bis in unsere Gegenwart hinein? Heidi muss zum Großvater. In Johanna Spyris Bergroman gibt Tante Dete ihre verwaiste Nichte wortlos beim Alten ab, der als gefährlich gilt. In der Begegnung mit der Enkelin verliert er nach und nach die Aggressionen aus einer im Nebel liegenden Vergangenheit. Diese Erlösungsgeschichte ist eine der bekanntesten Heimaterzählungen des deutschsprachigen Raums aus dem 19. Jahrhundert.

KGI machen einen Zeitsprung und konfrontieren sie mit dokumentarischen Selbstauseinandersetzungen. Sie thematisieren die Mittäter*innenschaft der eigenen Familien im Nationalsozialismus und rekonstruieren die eigene Großeltern-Eltern-Kind-Beziehung: Können wir den*die Täter*in in uns erkennen? Als Heim-Suchung bringt der Theaterabend Ausschnitte aus dem Roman Heidi, Fragmente aus Gesprächen mit den eigenen Eltern, persönliche und politische Reflexionen und popkulturelle Reminiszenzen an die Nachkriegsgeneration zusammen. Eine theatrale Suche (nach) der Gefühlserbschaft der dritten Generation.

BESETZUNG
KONZEPT, TEXT, REGIE: KGI (SIMON KUBISCH, DOMINIK MEDER, MARIA VOGT)

VON UND MIT: ALBERT BORK, JAN EHLEN, LAURA HANSEN, JOHANNA-YASIRRA KLUHS, SIMON KUBISCH, EVA LOCHNER, DOMINIK MEDER, MARCEL NASCIMENTO, MARIA VOGT, MIKE VOJNAR, CHRISTIANE HOLTSCHULTE

PERFORMANCE: ALBERT BORK, MIKE VOJNAR, SIMON KUBISCH, DOMINIK MEDER, MARIA VOGT

FEEDBACK: JOHANNA-YASIRRA KLUHS
AUSSTATTUNG: EVA LOCHNER
VIDEO/BILDGESTALTUNG: LAURA HANSEN, JAN EHLEN

REGIEASSISTENZ + SPECIAL EFFECTS: MARCEL NASCIMENTO
REGIEHOSPITANZ: STEFANIE DÖRR
PRODUKTIONSLEITUNG: CHRISTIANE HOLTSCHULTE

TERMINE
Freitag, 12. März 2021, 20:00 Uhr – Online Premiere

https://www.theater-an-der-ruhr.de/repertoire/ur-heidi-eine-heim-suchung/

EUROPA ODER DIE TRÄUME DES DRITTEN REICHS (UA)

1945. Nein, keine Stunde Null, die illusionäre, die Uhr tickte weiter, zumindest die historische, von Neuanfang konnte keine Rede sein. Als Schlafwagenschaffner fährt der junge Deutschamerikaner Leopold Kessler durch das surreale Deutschland der Nachkriegszeit, vorbei an verwüsteten Ortschaften und Landschaften voller Tristesse. Wie in einem Traum heiratet er in die Familie des Direktors seines Bahnunternehmens ein und befindet sich plötzlich mitten unter ehemaligen Nazis, Gruppierungen von Werwölfen, die gegen das Virus der Vergangenheit immer noch nicht immun sind und nicht hinnehmen wollen, dass der Krieg verloren war. Das Virus lebt fort.

Der Abend verzahnt Lars von Triers Filme “Europa”, “Epidemic” und Charlotte Beradts Textsammlung “Das Dritte Reich des Traums” zu einer albtraumhaften Befragung unserer Gegenwart. Geschichte als Fiktion, Fiktion als Geschichte, Nazis und die Pest als ewige Wiedergänger. Eine Zugfahrt in unsere Vergangenheit der Zukunft der Vergangenheit. Eine theatrale Hypnose.

“Du willst aufwachen, um dich vom Wahnbild Europas zu befreien. Aber das ist nicht möglich.”

BESETZUNG
PETRA VON DER BEEK Sprecherin / Seherin
ALEXANDER GIER Niels / Larry / Seifert
FABIO MENÉNDEZ Lars / Pater / Stelemann
GABRIELLA WEBER Gitte
FELIX RÖMER Max Hartmann / Mann im Schlafanzug / Claes
DAGMAR GEPPERT Kat Hartmann
ALBERT BORK Leo Mesmer
STEFFEN REUBER Inspektor / Colonel Harris / Sigg
KLAUS HERZOG Onkel Kessler
RUPERT J. SEIDL Udo Kier Schauspieler / Siggi

TEAM
PHILIPP PREUSS Regie
HELMUT SCHÄFER Dramaturgie
KONNY KELLER Video
RAMALLAH AUBRECHT Bühne
KORNELIUS HEIDEBRECHT Musik
EVA KAROBATH Kostüm
TOBIAS STÖTTNER Regieassistenz
JOCHEN JAHNCKE Licht
FRANZ DUMCIUS Ton
SVEA MENNE Hospitanz
 
TERMINE
Premiere: 2021
 

 

ANNA KPOK UND DIE DINGE AUS EINER ANDEREN ZEIT

Schaubude Berlin (präsentiert von vier.ruhr)
Seltsames ereignet sich in den Theater und großen Versammlungsräumen während sie geschlossen bleiben. Geheimnisvolle Wesen huschen durch die leeren Räume und platzieren Dinge, die dort normalerweise nicht zu finden sind. Zeitgleich tauchen in den Straßen fremde Gestalten auf. Sie sprechen niemanden an, aber beobachten alles sehr genau. Die Abenteurerin und Detektivin Anna Kpok wird beauftragt, den Geheimnissen auf den Grund zu gehen.

»Anna Kpok und die Dinge aus einer anderen Zeit« ist ein Choose-Your-Own-Path-Theater-Text-Adventure des Theaterkollektivs Anna Kpok, mit Beiträgen von Collective Ma’louba, KGI, Retrofuturisten und weiterer Künstler*innen. Die exklusive Version für die Schaubude Berlin richtet sich an bis zu sechs Spieler*innen.

Die Veranstaltung findet online statt. 

TERMINE
Samstag, 30.01.2021, 20.00 Uhr
Sonntag, 31.01.2021, 16.00 und 20.00 Uhr
Samstag, 06.02.2021, 20.00 Uhr
Sonntag, 07.02.2021, 16.00 und 20.00 Uhr

https://vier.ruhr/spielplan/

OVERDOSE – THE SHOW OF PAIN AND JOY

KAINKOLLEKTIV / COLLECTIVE MA’LOUBA / BOAT PEOPLE PROJEKT
ONLINE-PERFORMANCE

Möchtest du uns in den Kaninchenbau folgen? Dort gibt es Geschichten und Momente zu entdecken. Manche gut. Manche schlecht. Manche nichts von beidem. Präsentiert von stimmlosen Sänger*innen, zerrissenen Schauspieler*innen und Nicht-Performer*innen. Eine theatrale Installation, in der Sie sich im eigenen Tempo bewegen können. In arabischer, englischer, französischer und deutscher Sprache.

Gemeinsam erschaffen die drei Theaterkollektive boat people projekt, Collective Ma’louba und kainkollektiv eine vielstimmige Performance.

TERMINE
Freitag, 18. Dezember 2020 | 20.00 Uhr PREMIERE
Samstag, 19. Dezember 2020 | 20.00 Uhr

INFO
Deutsch, Englisch, Arabisch und Französisch

ORT
Ringlokschuppen | Am Schloß Broich 38 | 45479 Mülheim an der Ruhr

https://www.ringlokschuppen.ruhr/produktionen/spielzeit-2020-2021/koproduktionen-2020-2021/overdose-the-show-of-pain-and-joy

Eröffnung vier.zentrale – Foto: Björn Stork

VIER.ZENTRALE

Die dezentrale heißt jetzt vier.zentrale! Die neue Mülheimer Theaterallianz vier.ruhr (Theater an der Ruhr, Mülheimer Theatertage „Stücke“, Ringlokschuppen Ruhr) verbündet sich mit dem Bildungsnetzwerk Innenstadt und der Silent University. Gemeinsam haben sie einen Raum für das Zusammenspiel von Theater, Stadt und Gesellschaft in der Mülheimer Innenstadt eröffnet. Ein zentraler Ort für Austausch, Gespräche, interkulturelle Begegnung und Kunst. Ein Ort für Integration und Beratung von Migrant*innen für Migrant*innen.

Eröffnung am 05.09.2020

TERMINE

https://vier.ruhr/vier-zentrale/

DAS DEKAMERON

Ein Virus kennt keine Grenzen. Aber die Grenzen werden geschlossen wie die Türen von Kinos und Theatern, Sportarenen und Spielplätzen, Cafés und Bars und zuletzt der Wohnungen. In dem Moment, wo wir der lebendigen Öffentlichkeit entsagen müssen, ziehen wir uns nicht auf uns selbst zurück, sondern wagen ein gemeinsames Experiment. Wir laden Künstler*innen ein, DAS DEKAMERON nach Boccaccio als digitales  Live-Theater frei zu umkreisen. In dieser Zeit begegnen sich die verschiedensten Künstler*innen der Mülheimer Theaterstadt in der Quarantäne. Die Frage, die sich aufdrängt: Was verbindet uns?

Kurz nachdem 1348 die Pest Florenz heimsuchte, veröffentlichte Giovanni Boccaccio seine Novellensammlung Das Dekameron. In der Rahmenerzählung flüchten sieben Frauen und drei Männer vor dem schwarzen Tod in ein Landhaus. Unfähig das Haus zu verlassen, beginnen sie sich gegenseitig Geschichten zu erzählen, in denen mit der wankenden Ordnung, neuen Liebesbeziehungen und sozialer Fantasie gespielt wird. Wir haben zehn künstlerische Teams, die Theater an der Ruhr, Ringlokschuppen Ruhr und den Mülheimer Theatertagen nahestehen, dazu eingeladen, jeweils eine Folge der Serie zu gestalten. In unserer Pilotfolge stellen sich alle beteiligten Künstler*innen vor und geben einen Eindruck davon, wie es in den kommenden Wochen zugehen könnte. Das Projekt ist die Vision einer ausufernden Interdisziplinarität, bei der Schauspieler*innen, Performer*innen, Autor*innen, Künstler*innen, Denker*innen, Träumer*innen, Menschen aus unterschiedlichsten Städten und aus verschiedenen Ländern über elf Wochen hinweg im virtuellen Raum zusammenkommen und live eine eigene Welt entwerfen.

Dabei sind unter anderem: Martin Ambara, CocoonDance, Roberto Ciulli, Albrecht Hirche, Caren Jeß, kainkollektiv, K-G-I, Anna Kpok, Konstantin Küspert, Ma’louba, Mehdi Moradpour, Philipp Preuss, Nele Stuhler, sputnic, subbotnik sowie das Ensemble des Theater an der Ruhr.

Digitales Livetheater

10 Folgen, Donnerstags um 21 Uhr
Pilotfolge: 16. April 2020, 21 Uhr
23. April 2020, 21 Uhr
30. April 2020, 21 Uhr
07. Mai 2020, 21 Uhr
14. Mai 2020, 21 Uhr
21. Mai 2020, 21 Uhr
28. Mai 2020, 21 Uhr
04. Juni 2020 , 21 Uhr
11. Juni 2020 , 21 Uhr
18. Juni 2020 , 21 Uhr
25. Juni 2020 , 21 Uhr

https://vier.ruhr/

StückeWerkstatt

Im Rahmen der StückeWerkstatt arbeiten 4 Autor*innen gemeinsam mit 4 Regisseur*innen frei von Zeit- und Konkurrenzdruck an einem Theatertext und dessen Umsetzung. Erfahrene Mentor*innen begleiten die Arbeit und renommierte Theaterhäuser geben den Tandems Raum, die Texte zu erproben.

Die Teilnehmer*innen der Mülheimer StückeWerkstatt 2020/21 sind:

Caren Jeß mit Petra Schönwald, Partner-Theater: Schauspiel Stuttgart

Anne Lepper mit Alia Luque, Partner-Theater: Schauspiel Hannover

Mehdi Moradpour mit Rieke Süßkow, Partner-Theater: Schauspielhaus Wien

Nele Stuhler mit Franz Xaver Mayr, Partner-Theater: Residenztheater München

Ein Projekt der Mülheimer Theatertage „Stücke“ in Zusammenarbeit mit dem Drama Forum Graz und dem Deutschen Literaturfonds e. V.

https://vier.ruhr/projekte/

Römer, Herzog  © Fersterer

UNTERWERFUNG / GEGEN DEN STRICH

Houllebecq // Huysmans

Verzweifelt und zynisch haben Jean Floressas Des Esseintes, magenkranker Adelsspross mit Hang zum Spleen, und Francois, abgehalfterter Professor für Literatur mit Vorliebe für junge Studentinnen, mit der Welt abgeschlossen. Die Protagonisten aus

Joris-Karl Huysmans Dekadenzroman „Gegen den Strich“ (1884) und Michel Houellebecqs Skandalroman „Unterwerfung“ (2015) sitzen beide an reich gedeckter Tafel und doch verzehren sie sich nach etwas, das ihren Hunger nach Sinn stillt. Während der eine
dabei den radikalen Rückzug aus der Gesellschaft zelebriert, sieht sich der andere einem fundamentalen Systemwandel unter dem Vorzeichen des politischen Islam gegenüber.
Ein europäisches Menü in zwei Zeiten und fünf Gängen.

Regie: Philipp Preuss

27.02.2020, 19:30 Uhr
28.02.2020, 19:30 Uhr
29.02.2020, 19:30 Uhr
05.03.2020, 19:30 Uhr
06.03.2020, 19:30 Uhr
07.03.2020, 19:30 Uhr

Titanic Ensemble Herzog © F. Götzen

DER UNTERGANG DER TITANIC

Eine Komödie

von Hans Magnus Enzensberger

Zwei Stunden und vierzig Minuten dauerte 1912 der tatsächliche Untergang der Titanic, zuvor als Wunderwerk der Technik gefeiert, als Inkarnation des Fortschritts und noch heute geht dieser Dampfer immer wieder unter. Hans Magnus Enzensberger beschreibt in dreiunddreißig Gesängen diesen Untergang in verschiedenen Zeiten zwischen 1912 und 1978, als der Autor den Text beendete. Ebenso wechseln die Orte: Berlin, Havanna, dort hatte der Autor Ende der sechziger Jahre einige Monate verbracht, und auf den verschiedenen Decks der Titanic, die die sozialen Klassen auf dem Schiff trennten und damit auch die Chancen, auf eines der Rettungsboote zu gelangen.

Die Komödie ist ebenso ein Geisterschiff, die wie die untergehende Titanic durch die Jahrzehnte fährt und fährt – bis heute.

TEAM

Regie PHILIPP PREUSS
Bühne RAMALLAH AUBRECHT
Dramaturgie SVEN SCHLÖTCKE
Kostüm EVA KAROBATH
Video KONNY KELLER
Licht JOCHEN JAHNCKE
Musik KORNELIUS HEIDEBRECHT
Musik HENNING NIERSTENHÖFER
Regieassistenz TOBIAS STÖTTNER

BESETZUNG

PETRA VON DER BEEK, SIMONE THOMA, DAGMAR GEPPERT, GABRIELLA WEBER, ALBERT BORK, GÜNTHER HARDER, KLAUS HERZOG, FABIO MENÉNDEZ, STEFFEN REUBER,  RUPERT J. SEIDL

TERMINE

15.11.2019, 19:30 Uhr
23.11.2019, 19:30 Uhr
24.11.2019, 18:00 Uhr
28.11.2019, 19:30 Uhr
30.11.2019, 19:30 Uhr
29.12.2019, 18:00 Uhr

https://www.theater-an-der-ruhr.de/repertoire/der-untergang-der-titanic