Das W - Zentrum für urbanes Zusammenleben

ERÖFFNUNG: HELLO! A CURATED CONVERSATION

In der globalisierten Gegenwart ist jede Person mit jeder anderen auf der Welt auf unterschiedlichste Weise verbunden. Um das widersprüchliche Gewebe einer globalen Gesellschaft gestalten zu können, anstatt der Globalisierung ausgesetzt zu sein als wäre sie eine Naturgewalt, müssen wir lernen, die technischen, wirtschaftlichen und politischen Verbindungen mit Empathie zu füllen. Doch wie übt man Empathie mit Menschen, die man gar nicht kennt?

Hello! bietet in mehreren Teilen einen künstlerischen Rahmen, um mit Menschen in den Partnerstädten von Moers in einen Austausch zu treten und ein flüchtiges Erlebnis miteinander zu teilen.

Der erste Teil Hello! A Curated Conversation ermöglicht einen spielerischen Dialog, in dem man selbstbestimmt zwischen selbstverfassten Fragen und Antworten oder als Textoptionen vorgeschlagene Repliken wechseln kann. So ergibt sich eine hybride Kommunikation, die mal direkt und authentisch ist, aber auch zum Dialog eines theatralen Texts werden kann. Die Menschen, die dabei in Austausch treten, entscheiden selbst, wie spielerisch oder ernst sich ihr Dialog entwickelt. Im 30. Jahr nach der Wiedervereinigung starten wir mit einer innerdeutschen Verbindung zu der brandenburgischen Partnerstadt Seelow.

Das Projekt findet über mehrere Jahre im Café Z und in Partnerstädten von Moers statt. Unterwegs wird sich immer wieder einiges ändern. Neue Verbindungen zu neuen Orten werden hinzukommen, andere Arten der Verbindung werden in weiteren Teilen des Projekts ausprobiert.

Am Ende haben wir nicht nur einige neue Menschen kennengelernt, sondern auch ein neues Gefühl zu denen entwickelt, die wir nicht kennen.

TERMINE:

Do, 18. Juni 2020, 11:00 – 14:00 Uhr

Die Eröffnung mit Christoph Fleischhauer (Bürgermeister Moers) und Jörg Schröder (Bürgermeister Seelow) findet um 11 Uhr im W – Zentrum für urbanes Zusammenleben statt. Im Rahmen unseres Hygienekonzepts können wir leider nur eine begrenzte Platzanzahl anbieten. Interessierte melden sich deshalb vorab bitte unter dasw@schlosstheater-moers.de.

Im Anschluss an die Eröffnung wird das Chat-Terminal von 13 bis 14 Uhr im W frei zugänglich sein. 

Eintritt: kostenlos

https://www.dasw.de/kalender/eroeffnung-hello-a-curated-conversation/

 

ONLINE-PREMIERE: NISCHEN. EINE HÖRBARE STADTRAUMINSZENIERUNG

Die Performancegruppe willems&kiderlen sucht gemeinsam mit dem Ensemble des Schlosstheaters in Nischen von Moers nach den darin wachsenden Landschaften. Was gibt es in Moers für ungeahnte Zwischenwelten, Communities, Glaubensgemeinschaften und Praktiken des Zusammenlebens? Existieren in der Stadt, in der wir leben, womöglich ganz eigene Realitäten, die außerhalb der alltäglichen Wahrnehmung liegen? Aus Interviews mit Moerser*innen, die ihre Nische gefunden oder verloren haben, entsteht ein vielstimmiges Hörspiel über den Versuch, unterschiedliche Nischen in einem großangelegten Nischen-Modell zusammenzubringen, damit sie einander sehen und voneinander lernen können. Was eigentlich als Audio-Walk geplant war, wird nun aufgrund der aktuellen Situation, in der wir alle in unseren Nischen bleiben müssen, zu einem reinen Audio-Erlebnis, das von jedem Ort aus hörbar wird. Das Wallzentrum mit einigen leerstehenden Ladenlokalen und integriertem Wohnkomplex scheint der ideale Ort für dieses Nischen-Modell zu sein. Hier erproben wir die Utopie der offenen Gesellschaft! Doch wie lange geht das Nebeneinander gut, an welchem Punkt droht das Experiment zu kippen?

NISCHEN ist ein Projekt über die Ambivalenz gesellschaftlicher Nischen – die einerseits für die Demokratie notwendige Vielfalt birgt, die Gefahr der Abschottung andererseits.

Kim Willems und Meret Kiderlen realisieren seit 2014 zusammen Recherche-Projekte zwischen Performance und Theater. Dabei arbeiten sie immer mit „Expert*innen des Alltags“ zusammen und entwickeln künstlerische Strategien des Perspektivwechsels. So entstanden u. a. die Projekte EUER THEATER an der Bürgerbühne des Staatstheaters Dresden, DIE NATUR DER KINDER am studioNAXOS Frankfurt und UTOP89 UND WER KÜMMERT SICH JETZT UM DIE FISCHE am Theater Magdeburg.

Text & Regie: willems&kiderlen
Sounddesign: Frank Böhle
Ausstattung: Milena Wichert

TERMINE

23. April – 25. Juni 2020, 18:00 bis 23.00 Uhr 

https://www.dasw.de/kalender/nischen-eine-hoerbare-stadtrauminszenierung/

MAHLZEIT

Mahlzeit wird ab dem 15. Januar 2020 mittwochs von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr im Café Z stattfinden. Für jedes Ma(h)l spendet ein Koch/eine Köchin aus Moers und Umgebung ein Rezept, das ihm/ihr besonders am Herzen liegt, mit dem er/sie vielleicht sogar eine besondere Geschichte verbindet …
Übrigens wird das Gericht auf Spendenbasis ausgeschenkt – zahlen Sie, was es Ihnen wert ist und was Sie geben können.

SLEEP IN! - ÜBERWINTERN IM W​

Von was träumen Pflanzen im Winterschlaf und welche Geschichten können sie uns erzählen? Das Institut für Angewandtes Träumen (IfAT) in Person von Dr. Donas lässt Ihre Blumen sprechen! Bringen Sie Ihre Topfpflanzen mit und lassen Sie sie den Winter hier überdauern. Lehnen Sie sich zurück, schließen Sie die Augen und lauschen Sie geheimnisvollen Gute-Nacht-Geschichten über sprechende Blumen und verwunschene Gärten, bis Sie (vielleicht) eingeschlafen sind.

Pro Person gibt es für jede mitgebrachte Topfpflanze 5 Euro Rabatt auf den Eintrittspreis.

Einrichtung: Patrick Dollas

08.02 2020, 19:30 bis 0:30 Uhr

PATCH WORK – GASTSPIEL DER PROJEKTAGENTUR QUEST

Am 4. und 5. Dezember sind wir Gastgeber für die Inszenierung „PatchWork“ unter der Regie von Peter Götz in der Organisation der Projektagentur Quest, die in der Erwachsenenbildung tätig ist und Menschen dabei unterstützt, zurück in den Beruf zu finden.

04.12.2019 19:00 Uhr
05.12.2019, 19:00 Uhr

Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr.

FOTOAUSSTELLUNG UREINWOHNER*INNEN

Das Moerser Wallzentrum stellt seit seiner Eröffnung 1975 ein Beispiel für architektonische und stadtplanerische Utopien dar. Es ist der zeittypische Ausdruck einer Idee von Stadt, die Wohnraum, Arbeitsplätze und Gewerbeflächen miteinander verbindet.

Seit September dieses Jahres ist auch das Schlosstheater im Wallzentrum eingezogen – unser Projektbüro unter der Leitung von Dr. Judith Schäfer hat seine Tore geöffnet und ermöglicht den gemeinsamen Austausch darüber, wie wir als Gesellschaft in unserer Stadt zusammenleben möchten. Das erste Projekt widmet sich dem Wallzentrum selbst:

Wer wohnt hier? Wer arbeitet hier? Wer bietet welche Waren und Services an? Und welche Geschichten gibt es über das Wallzentrum zu erzählen, die vielleicht noch niemand kennt oder die heute beinahe vergessen sind?

Diesen Fragen möchten wir in einer Ausstellung nachgehen, in der diejenigen die Hauptrolle spielen, die hier schon viel länger leben als wir. „Ureinwohner*innen“ ist ein Fotoprojekt, für das wir mit dem bekannten Porträt-Fotografen und gebürtigen Moerser Frank Schemmann zusammenarbeiten. Er fotografiert die Bewohner*innen, Gewerbetreibenden und Eigentümer*innen des Wallzentrums in diesen Tagen.

27.11.2019, 16:00 Uhr Café Z im Wallzentrum