BIELEFELDER STUDIO

Foto: © Heinz Holzmann / mail@heinz-holzmann.at

FIRST CONTACT – FASZINATION MUSIKTHEATER

REQUIEM

Uraufführung

Eine szenische Installation von Günther/Kittstein/Mikeska (RAUM + ZEIT)

Die Räume der Rudolf-Oetker-Halle werden zum Schauplatz intimer Begegnungen zwischen Vater und Sohn, Großmutter und Enkel, Ziehvater und Erben.

Was bedeutet es, in eine Familie hineingeboren zu werden, Verantwortung zu übernehmen, Identität weiterzutragen? REQUIEM erzählt von der Macht der Familie, inspiriert von der Geschichte der Oetkers: Dem frühen Tod Rudolfs, der im ersten Weltkrieg fiel. Dessen einzigem Sohn Rudolf-August, der erst sechs Monate danach zur Welt kam und noch während des zweiten Weltkriegs 1944 an die Spitze der Firma trat. Das Künstlerkollektiv RAUM+ZEIT entwirft eine szenische Installation, die jeder Zuschauer ganz alleine betritt. Auf seinem Weg durch vergangene Zeiten, durch Räume wie Hinterräume der Rudolf-Oetker-Halle kommt er den Schauspielerinnen und Schauspielern sehr nahe. Zeitgeschichte und Erinnerungen sind in intimen Momenten eingefangen. Die Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Traum wird durchlässig. Eine faszinierende, subjektive Reise ins Innere.

 

PREMIERE Fr. 10.01.2020, Rudolf-Oetker-Halle

18.01.2020, 03.02.2020, 11.02.2020, 13.02.2020, 16.02.2020, 21.02.2020, 22.02.2020, 06.03.2020

18.04.2020 – Ausfall , 10.05.2020 – Ausfall, 27.05.2020 – Ausfall, 29.05.2020 – Ausfall

Der Einlass findet alle 12 Minuten zwischen 17:36 Uhr und 21:48 Uhr für jeweils eine Person statt.

https://theater-bielefeld.de/veranstaltung/requiem-2.html

TANZ BIELEFELD – D3 – DANCE DISCOVERS DIGITAL

Foto: © Joseph Ruben

NOOSTOPIA EIN DIGITALER TANZABEND

Uraufführung

Moritz Ostruschnjak

»Wir waren hier«. Das ist nicht zu leugnen. Klimakatastrophe, Ressourcenknappheit und genetische Kontrolle sind Phänomene unserer Gegenwart. Hervorgerufen wurden sie maßgeblich durch jene technologischen Innovationen, durch die wir unser Leben eigentlich verbessern wollten. Und jetzt, da die Dinge außer Kontrolle geraten, verschieben sich die Handlungsmaxime: Gerade versuchten wir noch die wilde, unberechenbare Natur zu unterwerfen, jetzt soll sie geschützt und erhalten werden. Aber was verstehen wir eigentlich unter »Natur«? Ist unser gedankliches Konzept nicht ganz wesentlich von Technologien mitbestimmt? Wo hört die Natur auf und wo fängt die Technosphäre an?

TANZ Bielefeld entdeckt das Digitale: Laufende Äste, pneumatische Pilze und Musikroboter bestimmen die Landschaft von Noostopia (noos: »Geist«, »Verstand«, topia: »Ort«, »Raum«) und verwandeln das TOR 6 Theaterhaus in ein interdisziplinäres Experimentierfeld, das die Konsequenzen des menschlichen Innovationsdrangs durchleuchtet. An der Schnittstelle von zeitgenössischem Tanz und digitaler Medienkunst hinterfragen Choreograf Moritz Ostruschnjak, Künstler Martin Backes und Ausstatter Thilo Ullrich den Zusammenhang von Gewordenem und Gemachtem. Was erwartet uns in der »Next Nature«? Wie können wir ihr begegnen, sollten wir uns vorher nicht selbst outgesourct haben?

Choreografie, Inszenierung Moritz Ostruschnjak
Digitalkunst (Planung, Gestaltung, Supervision und Programmierung Sound Robots) Martin Backes
Entwicklung, Programmierung Walking Robots Michael Ang
Programmierung Pneumatic Bots So Kanno
Arrangements, Sounddesign Martin Backes
Bühne und Kostüme Thilo Ullrich
Dramaturgie Janett Metzger
Künstlerische Gesamtleitung Simone Sandroni, Janett Metzger, Sarah Deltenre

MIT

Dhélé Agbetou / Tommaso Balbo / Carla Bonsoms i Barra / Melissa Cosseta / Gyeongjin Lee / Noriko Nishidate / Alexandre Nodari / Adrien Ursulet / Simon Wolant / Elvira Zúñiga Porras

 

Ein Stück stellt sich vor Fr. 17.01.2020, 19:00 Uhr

PREMIERE Fr. 24.01.2020 um 20:00 Uhr im TOR 6 Theaterhaus

25.01.2020, 19:30 Uhr, 26.01.2020, 19:30 Uhr, 28.01.2020, 20 Uhr, 31.01.2020, 20 Uhr, 01.02.2020, 19:30 Uhr, 09.02.2020, 19:30 Uhr, 11.02.2020, 20 Uhr, 15.02.2020, 19:30 Uhr, 16.02.2020, 19:30 Uhr, 19.02.2020, 20 Uhr, 20.02.2020, 20:00 Uhr

https://theater-bielefeld.de/veranstaltung/noostopia.html

DAS ERSTE »BIELEFELDER STUDIO«

DIE BÜHNEN UND ORCHESTER DER STADT ENTWICKELN EIN NEUES SPARTENÜBERGREIFENDES KONZEPT FÜR JUNGE KÜNSTLER*INNEN

Mut zu künstlerischen Experimenten und innovative Formate neben dem klassischen Betrieb eines Stadttheaters im besten Sinne – das zeichnet die Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld unter der Leitung von Intendant Michael Heicks aus. In diesem Kontext steht auch die Gründung des ersten »Bielefelder Studios«, das dank des Förderprogramms »Neue Wege« der Landesregierung und des NRW KULTURsekretariats mit Beginn der aktuellen Spielzeit an den Start gehen konnte.

Das Konzept des »Bielefelder Studios« ist deutschlandweit einmalig. In ihm können sich drei junge Künstler*innen aus den Bereichen Gesang, Tanz und Schauspiel jeweils eine Spielzeit lang in allen Sparten weiterbilden und -entwickeln. Dabei erhalten sie die Gelegenheit, ihre fachspezifische Ausbildung zu vervollständigen und zu erweitern. Der große Unterschied zu bereits etablierten Formaten wie Opernstudios ist der spartenübergreifende Gedanke. »Die Grenzen herkömmlicher Professionalisierung sollen überwunden und traditionelle Berufsbilder hinterfragt werden«, erklärt Michael Heicks.

https://theater-bielefeld.de/unser-theater/das-bielefelder-studio.html